Die Strenggläubigen

Wen meinen wir, wenn wir von „islamischen Fundamentalisten“ sprechen? Hat islamistischer Terror „nichts mit Religion zu tun“ oder entstand er (zumindest auch) aus einer langen religiösen Tradition?

Welche Rolle spielen der Kampf um Rohstoffe und die Konflikte mit Israel? Haben die korrupten und repressiven Machteliten versagt? Fehlt dem Nahen Osten die Erfahrung des Westfälischen Friedens – mit der Herausbildung von weltlichen Staaten und Toleranzedikten? Wie kann es jetzt weitergehen?

Dr. Wilfried Buchta: „Die Strenggläubigen. Fundamentalismus und die Zukunft der islamischen Welt“.

Schreiben Sie Ihren Kommentar, Ihre Meinung zur Sendung am Sonntag, 5. März, um 9.04 Uhr!

 

11 Kommentare zu “Die Strenggläubigen”

  1. Wadimy

    Nun, einer muss hier ja den Anfang machen.

    Den im Zusammenhang mit islamischen Eiferern gebetsmühlenhaft verwendeten Begriff „Fundamentalismus“ finde ich insofern problematisch, als diese Bezeichnung, die ja das Vorhandensein fundamentaler, also grundlegender Kenntnisse über Inhalte des Koran suggeriert, sehr häufig auch zur Benennung von Personen verwendet wird, die mit den Inhalten des Koran entweder gar nicht oder nur einseitig bzw. in verzerrter Form vertraut sind. Viele Verbrechen im Namen des Islam werden gerade von solchen begangen, die den Koran kaum kennen dürften.

    Wünschenswert, weil nicht zuletzt auch im Interesse der Glaubwürdigkeit des Islam, wäre hier eine klare Differenzierung – und eine Distanzierung der restlichen Muslime und ihrer Repräsentanten.

  2. Erna

    Auch zum Thema Islam. Die 100. Tagesenergie.
    Nehme jeder, was er daraus annehmen kann. 🙂
    youtube.com/watch?v=QMe_2Ikw6m0

  3. DAS

    Sicher geschehen mit Verweis auf den Islam heute schlimme Dinge wie Enthauptungen und Anschläge, die wir zu Recht fürchten. Aber auch die christlich geprägten Gesellschaften müssen sich schlimme Gewaltakte und Grausamkeiten vorhalten lassen – etwa den Holocaust. Vor allem im Interesse ihrer Wirtschaften wirken sie ziemlich rücksichtslos auf andere Gesellschaften ein – etwa die Ölgewinnung, den Export von landwirtschaftlichen Produkten nach Afrika. Wenn wir also auf die anderen schauen sollten wir unsere eigene Beteiligung mit ansehen. Ich hoffe der Autor tut dies. Nicht nur die Machteliten – bei uns und in den islamischen Gesellschaften – haben versagt sondern auch viele andere Menschen – etwa die Verbraucher. In der Situation, in der sich bei uns jetzt viele Muslime befinden erwarte ich von ihnen ein besonderes Engagement, um die Lage in ihrem eigenen Interesse zu verbessern. Dass wir selbst aus wirtschaftlichen Gründen Millionen von Muslimen (z.B. Türken) aufgenommen haben, ohne ihre problemlose Integration sicher stellen zu können, ist unser eigenes Versagen.
    Strenggläubig ist die Welt von gestern. Allerdings könnte man auch den modernen Glauben etwa an den Konsum als durchaus strenggläubig bezeichnen.
    Offensichtlich bieten die gegenwärtig verbreiteten großen Religionen keine verlässlichen Regeln, um der Menschheit ein friedliches und zukunftsfähiges Leben zu ermöglichen. In meinem Buch, das ich auf http://ueberleben-wir.de vorstelle, habe ich über die Zusammenhänge geschrieben.

  4. Wadimy

    @ DAS
    In allen Punkten stimme ich Ihnen voll zu.

  5. Jürgen Engel

    Da fürchtet sich also eine 80 Mio Bevölkerung davor von einigen Mio Muslimen islamisiert zu werden und mit ihr gleich ganz Europa. Immerhin, wenn ein Kennzeichen von Islamisierung die Zunahme von Irrationalität ist dann hat diese Relegion diesbezüglich schon viel erreicht. Es scheint so,dass der deutsche Wohlstandsmichel zunehmend bei sämtlichen „unbotmäßigen“ Entwicklungen, nicht nur beim Thema Islam, zum Hysteriker mutiert.
    Tatsache ist, dass w i r seit Jahrzehnten diese Welt mit unserer Denk- und Wirtschaftsweise verwestlichen, dabei ganz selbstverständlich Umwelt- und Lebensgewohnheiten von Menschen in jedem Winkel der Erde zerstören und zur Rechtfertigung mit einem Rosenkranz in der Hand immer die gleichen humanistischen Werte, die gerade außerhalb Europas für uns keinegroße Rolle spielen vor uns hin murmeln. Die einzigen Weltgegenden die sich dem halbwegs entziehen können, sind solche in denen die Relegion im Alltagsleben eine sinnstiftende Rolle spielt wie in Indien, einigen Himalayastaaten und den islamisch geprägten Staaten, wobei wir fast alle nordafrikanischen Staaten via deren Diktatoren eigentlich auch schon im Sack hatten. Westliche Medien und die massiven Touristenströme von Marrokko bis in die Türkei haben dort das Stadtbild geprägt und zusammen mit säkular eingestellten Diktatoren dafür gesorgt, dass immer mehr ansässige Muslime ihre Relegion ganz im Sinne westlicher Vorstellung als privates Hobby angesehen haben. In diesem Umfeld konnte man lax mit dem Islam umgehen, z.B was weibliche Bekleidung angeht. In Tunesien, Türkei oder auch Syrien (!) waren im Straßenbild oder auf Familienfeiern westliche und muslimische Kleiderordnung gleichermaßen vertreten. Viele Migranten, allen voran die Syrer kennen also schon die Mischkultur, vor der wir Angst haben und haben jetzt mit uns vor den Fundamentalisten Angst, vor denen sie ja größtenteils geflohen sind.
    Die Verwestlichung des Nahen Ostens haben wir dann selbst gestoppt. Die Initialzündung war der Irakkrieg. Der größte Erfolg von Al-kaida war nicht 9/11 selbst sondern die kreuzdämliche Reaktion der USA darauf! Dann kam der Arabische Frühling, freundlich von uns beklatscht, auf Geheimdienstebene teils auch unterstützt, der die Diktatoren wegefegt hat.
    Das Ergebnis ist eine Reislamisierung des Nahen Osten, wobei „moderate Muslime“ zunehmend unter Druck geraten. Europa reagiert darauf mit einer Renationalsierung. Die Einen pochen auf ihre Relegion, die Anderen auf ihre Rasse. Erdogan verkörpert gleich beides in seiner Person, nämlich islamisch geprägten nationalen Größenwahn unter Ausgrenzung von Kurden und allen Andersdenkenden.
    Diese allgemeine Radikalisierung macht auch in Deutschland das Leben nicht sicherer, aber die Frontlinie verläuft nicht zwischen Muslimen und uns, sondern zwischen denen sich radikalisierenden Gruppen rechtsnationalistischer, salafistischer Prägung und der Bevölkerungsmehrheit, die unabhängig von Herkunft und Relegion im Konsens miteinanderleben wollen. Dazu zählt die überwältigende Mehrheit der Zuwanderer. Da muß man sich zukünftig mehr Sorgen um erdoganhörige Türken machen. Aber wie üblich haben wir die falschen Freunde, Saudi-Arabien und inzwischen auch die Türkei. Von hier kommt die Gefahr, nicht von Kriegs- oder auch Armutssflüchtlingen. Das wollen wir bloß nicht wahr haben und fürchten uns daher lieber vor den Falschen!

  6. Dieter Maurer

    Der Autor schien mir den sog. „Westen“ sehr idealisiert zu sehen:

    * `der „Westen“ ist Zukunfts-orientiert und will die Welt verbessern (demgegenüber ist der Islam Vergangenheits-orientiert).`

    Angesichts der schwierigen Lage der Ureinwohner in von westlichen Ländern eroberten Gebieten, der riesigen Militärausgaben speziell der „westlichen“ Länder, der Ressourcen-Plünderung und Ausbeutung, der großflächigen Umweltzerstörung scheint mir dies höchst zweifelhaft

    * `eine zentrale Errungenschaft ist unsere Laizität, d.h. die strikte Trennung von Staat und Kirche`

    Sicher hängen deshalb Kreuze in bayrischen Gerichten. Ja, das BFG hat dies als verfassungswidrig eingestuft – aber, wenn ich richtig verstanden habe, wird das Urteil in Bayern ignoriert.

    Und sicher zieht der Staat deshalb die Kirchensteuer ein – während andere „Vereine und Verbände“ dies selbst machen müssen.

    Ich kann nicht beurteilen, ob der Autor den Islam angemessen beurteilt – aber sein Einschätzung des „Westens“ scheint mir definitiv fragwürdig.

  7. Josef Becker

    …Da fürchtet sich also eine 80 Mio Bevölkerung davor von einigen Mio Muslimen islamisiert zu werden…
    Falsch! Die Nichtmuslime in der Bevölkerung dürften mittlerweile gerade einmal noch etwas über 40 Mio liegen, Zahl ständig abnehmend.

    Hier ein schöner Artikel des Herrn Deniz Yücel, wegen dessen Inhaftierung in der Türkei sich sämtliche ‚Edelfedern‘ unserer Journaillienpresse vor Wut empören. Dieser Herr Yücel hat nicht nur Tilo Sarrazin den Tod gewünscht, sondern das Deutschensterben bejubelt. Das sind die Typen, die man sich hier ins Land holt und dieses Multi-Kulti auch noch toll findet:

    „Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab! Nur 16,5 Prozent der 81 Millionen Deutschen, so hat das Statistische Bundesamt ermittelt, sind unter 18 Jahre alt, nirgends in Europa ist der Anteil der Minderjährigen derart niedrig. Auf je 1.000 Einwohner kommen nur noch 8,3 Geburten – auch das der geringste Wert in Europa. Besonders erfreulich: Die Einwanderer, die jahrelang die Geburtenziffern künstlich hochgehalten haben, verweigern sich nicht länger der Integration und leisten ihren (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben. Noch erfreulicher: Die Ossis schaffen sich als Erste ab. Während im Westen die Zahl der Minderjährigen in den vergangenen zehn Jahren um 10 Prozent gesunken ist, ging sie im Osten um 29 Prozent zurück. Die Sandys, Mandys und Jacquelines pfeifen auf das neue deutsche Mutterkreuz („Elterngeld“) und tragen nach Kräften dazu bei, dass den ostdeutschen Volkssportarten Jammern, Opfersein und Ausländerklatschen in absehbarer Zeit der Nachwuchs ausgehen wird.
    Woran Sir Arthur Harris, Henry Morgenthau und Ilja Ehrenburg gescheitert sind, wovon George Grosz, Marlene Dietrich und Hans Krankl geträumt haben, übernehmen die Deutschen nun also selbst, weshalb man sich auch darauf verlassen kann, dass es wirklich passiert. Denn halbe Sachen waren nie deutsche Sachen („totaler Krieg“, „Vollkornbrot“); wegen ihrer Gründlichkeit werden die Deutschen in aller Welt ein wenig bewundert und noch mehr gefürchtet. Nun ist schon so manches Volk ohne das gewalttätige Zutun anderer von der Bühne der Geschichte abgetreten: Die Etrusker wurden zu Bürgern Roms, die Hethiter gingen im anatolischen Völkergemisch auf, die Skythen verschwanden irgendwo in den Weiten der Steppe. Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort „meckern“ kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden. Die Liste jener deutschen Wörter, die sich nicht oder nur mit erheblichem Bedeutungs-verlust in andere Sprachen übersetzen lassen, illustriert, was der Welt mit dem Ableben der Deutschen verlustig ginge: Blitzkrieg, Ding an sich, Feierabend, Gemütlichkeit, Gummibärchen, Hausmeister, Heimweh, Kindergarten, Kitsch, Kulturkampf, Lebensabschnittsgefährte, Nachhaltigkeit, Nestbeschmutzer, Ordnungsamt, Querdenker, Realpolitik, Schlager, Spaßvogel, Tiefsinn, Torschlusspanik, Vergangenheitsbewälti-gung, Volksgemeinschaft, Weltanschauung, Wirtschaftswunder, Zwieback. Welcher Mensch von Vernunft, Stil und Humor wäre betrübt, wenn diese Wörter und mit ihnen die ihnen zugrunde liegenden Geisteshaltungen verschwinden? Eben. Der Erhalt der deutschen Sprache übrigens ist kein Argument dafür, die deutsche Population am Leben zu erhalten. Denn der Deutsche und das Deutsche haben miteinander etwa so viel zu schaffen wie Astronomie und Astrologie. Oder besser noch: wie Lamm und Metzger. „Für seinen Schäferhund und seine Wohnzimmerschrankwand empfindet der Deutsche mehr Zärtlichkeit als für seine Sprache“, bemerkte Thomas Blum einmal. Im Interesse der deutschen Sprache können die Deutschen gar nicht schnell genug die Biege machen. Nun, da das Ende Deutschlands ausgemachte Sache ist, stellt sich die Frage, was mit dem Raum ohne Volk anzufangen ist, der bald in der Mitte Europas entstehen wird: Zwischen Polen und Frankreich aufteilen? Parzellieren und auf eBay versteigern? Palästinensern, Tuvaluern, Kabylen und anderen Bedürftigen schenken? Zu einem Naherholungsgebiet verwildern lassen? Oder lieber in einen Rübenacker verwandeln? Egal. Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal.“

    Nun scheint der Herr Yücel in der Türkei ja etwas besseres als Deutschland gefunden zu haben. Gut so. Möge er dort noch lange die Vorzüge seiner Kultur genießen. Für die Rest-Biodeutschen in diesem Lande sage ich nur: Wartet nur ab, bis diese ‚Kulturbereicherer‘ auch die Mehrheit im deutschen Bundestag durch die Stellung der Mehrheit der Bevölkerung haben werden. Der links-grüne Minderheitenschutz wird dann kein Thema mehr sein.

  8. Wadimy

    Ein Punkt, bei dem die verschiedenen Diskutanten hier evtl. sogar übereinstimmen könnten, ist der, dass ein steigendes globales Wohlstandsgefälle das Leben – auch das derer auf den vermeintlichen Gewinnerseiten – zunehmend unsicherer macht, wobei ein erstarkender Islamismus zweifellos zumindest teilweise eine Folge dieses zunehmenden Wohlstandsgefälles ist.

  9. Jürgen Engel

    @ Josef Becker
    Der Anteil der Deutschtürken liegt bei knapp 4 Mio. Dazu noch 2 Mio Syrer, Afghanen usw. Aber selbst das sind nicht alles Muslime. Unter Assad z.B. lebten in Syrien neben der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit Alawiten, Jesiden ( Christen ) und sogar Menschen, die überhaupt keiner Relegion zugehörig waren durchaus einträchtig miteinander. Wichtiger jedoch als die Tatsache, dass nicht jeder Migrant ein Moslem ist, ist die Frage wie ernst die de facto Muslime ihre Relegion nehmen. Bei den Deutschtürken sind viele eher nationalistisch ( Osmanische Vormachtstellung mit Erdogan ) als relegiös motiviert. Sie würden hierzulande rechts oder rechtsnational wählen, der Glaube als solches ineressiert sie weniger. Für viele andere, auch für viele Flüchtlinge ist das Ausleben der eigenen Relegion zweitrangig im Vergleich zur eigenen Exisestenzsicherung hier im Lande. Das gilt sogar für den konservativ-orthodoxen Anteil der eingewanderten Muslime. Auch sie möchten unbedingt Fuß fassen, wollen jedoch ihre relegiösen Werte weiterhin leben dürfen und geraten so in einen Anpassungskonflikt, der sich allerdings meist pragmatisch ( Burkini) lösen ließe, wenn alle die Nerven behalten. Grundsätzlich herrscht auf den Einwanderer immer ein viel größerer Anpassungsdruck als umgekehrt Überfremdungsdruck auf die Einwanderungsgesellschaft.
    Im Laufe der Zeit durchmischen sich die Bevölkerungsgruppen nicht nur biologisch sondern auch kulturell, allerdings nicht unbedingt zu gleichen Anteilen. I.d.R behält die Kultur des Einwanderungslandes die Deutungshoheit, verändert sich auch nur marginal wenn andere Bevölkerungsgruppen in Positionen mit Machtbefugnissen kommen, weil nur die Bestangepassten überhaupt so weit kommen. Dass manch braver türkisch/ kurdischer Familienvater mehr deutsches Spießertum zur Schau stellt, als die Deutschen selbst, bleibt meist unerwähnt.
    Langfristig werden die Deutschen aussterben, genauso wie alle anderen Europäer, denn die Weltbevölkerung besteht vor allem aus Chinesen, Indern, Afrikanern usw. Für Europa spielen sie zwar „durchmischungstechnisch“ aktuell keine Rolle. Aber das wird sich in den nächsten Jahrhunderten ändern, einfach weil es sie in großer Zahl gibt. Wer sich daran stört, dass der zukünftige „Weltbürger“ wenig Europäisches, erst recht wenig Deutsches in sich hat, mag sich damit trösten, dass wir heute schon alle Weltbürger sind. Wenn man Genanalysen einer einzelenen Person bis hin prähistorische Zeiten vornimmt, hat man „Verwandte“ auf fast jedem Kontinent.
    P.S: Herr Becker, seien Sie froh, dass Sie nicht zufällig In Luxemburg geboren wurden. Auf Grund der geringen Bevölkerungszahl sind die Luxemburger dem Aussterben viel näher als die Deutschen und müssen auch noch verkraften, dass die Hälfte der Luxemburger ausländische Wurzeln hat. Wie erklären Sie sich, das die paar Luxemburger, die es noch gibt bis jetzt nicht einer kollektiven Untergangspsychose, die sich bei uns ja andeutet, verfallen sind?

  10. Dieter Maurer

    Zitat von Josef Becker: „Die Nichtmuslime in der Bevölkerung dürften mittlerweile gerade einmal noch etwas über 40 Mio liegen, “

    Das würde bedeuten, dass es schon ca. 40 Millionen Muslime gäbe, also fast die Hälfte. Selbst wenn diese Zahl korrekt wäre (was ich sehr stark bezweifele), handelt es sich in der Mehrheit sicher nicht um strenggläubige Muslime — oder sehen wir tatsächlich 5-mal täglich Massen an Menschen beim Gebet, nach Mekka gerichtet? 😉

    Ich zweifele nicht, dass es problematische Muslime oder Flüchtlinge gibt (wie es problematische Deutsche gibt). Aber es gibt auch sehr angenehme, sympatische Muslime/Flüchtlinge. Eine Verwandte meiner Tante hatte einer syrischen Familie (Bruder und Schwester) Zimmer vermietet und war traurig, als die jungen Leute auszogen, weil sie Studienplätze gefunden hatten — noch nie hatte sie so nette und angenehme Mieter. In meinem Ort macht ein 11-jähriges syrisches Mädchen „Schlagzeilen“ – ein Mädchen, dem ich in Hinblick auf Auftreten und Verhalten durchaus 14/15 Jahre geben würde. Laut Dorfgerüchten kündigt der Vater an, dass das Mädchen ab 13 Jahren wird einen Schleier tragen müssen – aber das Mädchen sei sicher, dass dies nicht passieren wird.
    Ich empfinde solche Menschen als Bereicherung: Muslim/Flüchtling oder nicht.

  11. Erna

    Tiefer schauen.
    youtu.be/OI6UOO_muqg?t=991

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