Banken und Kriminalität

Die Deutsche Bank steht in dem Verdacht, dass sie in ihren eigenen Reihen die Entstehung von Subkulturen zugelassen hat, deren kriminelle Energie und Schadensträchtigkeit das Leistungsspektrum jedweder Mafia-Organisation bei weitem übertreffen. Sie ist mit Sanktionen in Höhe von derzeit circa. 10 Milliarden Euro belastet.

Die gegen die Deutsche Bank erhobenen Vorwürfe betreffen auch das „Herzstück“ der Organisierten Kriminalität: Geldwäsche. Wie konnte es dazu kommen? Haben die Aufsichtsbehörden versagt? Wer rettet die Bank im Schadensfall?

Dr. Wolfgang Hetzer: „Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung?“

Schreiben Sie Ihre Meinung, Ihren Kommentar zur Sendung am Sonntag, 12.2., um 9.04 Uhr!

14 Kommentare zu “Banken und Kriminalität”

  1. Erna

    Ein schöner Überblick zu diesem Thema:
    youtube.com/watch?v=Oouoee9UvEc

  2. Roland Kuntz

    Auch hier kann man wieder erkennen, dass sich Wirtschaft und Politik einfach zu nah sind. Die Schäden, die entstehen, sind ja praktisch Schäden mit Ansage. Warum handelt die deutsche Politik nicht? Warum gibt es kein Unternehmensstrafrecht?
    Wir haben ja auch im Automobilbereich gerade ein großes Problem. Sehen Sie Parallelen?

  3. Wadimy

    In der Tat ist es so, dass die Politik, beginnend v.a. mit der rot/grünen Bundesregierung unter Schröder, dadurch, dass sie Spekulationsgeschäften von Banken Tür und Tor geöffnet hat, die fatale Richtung, in die nun marschiert wird, geradezu vorgegeben hat.

  4. DAS

    Aber die jetzige Regierung unter Merkel hat sich voll auf die Seite des Kapitals gestellt: Rettung der Hypobank, der Gläubigerbanken des griechischen Bankrottstaates usw. Die Nähe der Kanzlerin – etwa zum DeutscheBank – Chef Ackermann bei dessen Geburtstagsfeier – war ganz offensichtlich. Und gerade diese Bank wurde jetzt schon gewaltig wegen krummer Geschäfte bestraft.
    Natürlich ist auch das was bei VW u.a. läuft kriminell. Durch die Nähe dieses Konzerns zur Politik – etwa die Beteiligung des Landes Niedersachsen – werden solche jedoch (noch?) nicht strafrechtlich verfolgt.
    Wie ich schon früher ausführte – auch in meinem Buch, das ich auf ueberleben-wir.de vorstelle, – ist Reichtum ohne die richtigen ethischen Leitlinien schädlich. Wir sehen, dass die Reichen unsere Gesellschaft mit ihren Lobbyisten aller Art unterwandern.
    ich sehe aber auch, dass das Wählervolk trotzdem immer wieder die Parteien der Groko gewählt hat.

  5. Wadimy

    @ DAS
    Zu Ihrem letzten Satz: In einer Gesellschaft, in der extreme Konsumorientierung dabei ist, vieles andere an menschlichen Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten zu verdrängen, werden politische Wachheit und Freude am Selber-Denken zur Mangelware.

  6. Steffen Wisniewski

    Muss man den Vorwurf der Kriminalität nicht nur auf die Deutsche Bank, sondern auf das ganze Finanzsystem ausweiten, gedeckt von der Politik, welche zum Teil als Handlanger der Bankeninteressen fungieren.
    z.Bsp:
    Nach der Finanzkrise 2008 wurde in den USA 2010 mit dem Dodd-Frank-Act den Banken bis auf geringe Ausnahmen untersagt, mit Derivaten und anderen Finanzkonstruktionen zu spekulieren. Die Regelung wurde unter der Bezeichnung „Volcker-Rule“ bekannt.
    Die Vertreter der USA, im Besonderen der damalige Finanzminister, Tim Geithner, drängten die EU-Politiker, ebenfalls ein de-facto-Spekulationsverbot zu beschließen. Gegen diesen Vorschlag opponierten allerdings viele Banker – allen voran die Sprecher der Deutschen Bank, an der Spitze der damalige Vorstandsvorsitzende, Josef Ackermann. Man betonte, dass sich in Europa die Universalbank bewährt habe und mit der Volcker-Rule den Banken ein wichtiges Betätigungsfeld genommen werde. Die europäischen Politiker unterstützten diese Argumentation, nicht zuletzt Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel, aber auch der damalige EU-Kommissar Michel Barnier und der zuständige Sprecher im EU-Parlament, Othmar Karas.
    Oder anders gefragt, wird das kriminelle Handeln der Banken politisch legetemiert??

  7. Andreas Holl

    Es ist natürlich unschön, dass die Deutsche Bank aufgrund diverser Geschäfte verbunden mit Strafzahlungen in den Medien ist.
    Dass es immer dort wo es um Geld geht, Einzelne der Versuchung erliegen, strafrelevante Taten zu begehen, gab es schon immer, auch bei anderen Instituten. Tatsächlich wird dies intern sehr rigeros verfolgt. Ebenso gibt es sehr strenge Compliance-Regeln.
    Andererseits ist für eine Bank wichtig, dass sie in der Öffentlichkeit Vertrauen genießt. Mit ihrem Titel schüren sie, ein Misstrauen zu stärken. Das ist für die Bankenlandschaft in Deutschland nicht sinnbringend und schadet allen.

  8. Magdalena

    Eine unaufgeregte Darbietung von Dr. Hetzer, bei diesem doch emotional stark tendierenden Thema GELD.

    Was ist richtig, was ist falsch, was könnte anders gemacht werden?
    Was könnten wir behalten wollen und was sollten wir verwerfen?

    Zu unterscheiden sind die Protagonisten in der Deutschen Bank. So finde ich mich doch bestätigt in den Schlusssätzen von Herrn Hetzer, jedoch habe ich einiges – für mich – Neues gehört. Eine tolle Sendung!

  9. Stefan

    @ Andreas Holl

    Hier von Einzeltätern zu sprechen ist, gelinde gesagt, naiv.
    Das System hat Methode und wird intern noch mit Boni gefördert. Was von Compliance zu halten ist, haben wir eben bei VW gesehen, wo die höchste Compliance-Instanz (eine ehemalige Verfassungsrichterin) die Brocken nach nur einem Jahr hinwarf – und 12 Millionen kassiert -.
    Schröder uind Bill Clinton haben die (Investment)Banken entfesselt und nun kriegt keiner mehr den Stopfen darauf. Hier hilft, meiner Ansicht nach,
    nur noch die Verschärfung des Strafrechtes und die persönliche Haftung der Geschäftsleitung, wie es bei jeder kleinen GMBH bereits gilt.
    Damit würde Schaden von der Bankenlandschaft abgewendet und man müsste diesen Gangstern nicht noch Milliarden hinterherwerfen, da angeblich „systemrelevant“.

  10. Wadimy

    @ Andreas Holl
    Da geht doch aus jeder Zeile hervor, in welchem Interesse diese Zeilen geschrieben sind.
    Konkrete Frage an Sie: Was finden Sie eigentlich „unschön“ (netter Ausdruck in diesem Kontext übrigens): Dass die deutsche Bank „aufgrund diverser Geschäfte verbunden mit Strafzahlungen in den Medien ist“ (also die Aufdeckung dieser Geschäfte) oder vielleicht doch eher, dass die Deutsche Bank solche Geschäfte tätigt?

  11. Peter Bartens

    Das „Dodd- Frank Gesetz“, von dem oben die Rede ist, laboriert auch nur an den Symptomen des Problems. Dennoch wollen uns die Regierungen glauben machen, daß es ohne staatliche Regulierungen keinen Schutz gäbe, was die Existenz und die Aufgabe der Politik und des Staates legitimieren soll. In Wirklichkeit sind es staatliche Gesetze und das staatliche Geldmonopol, die überhaupt erst Wirtschaftskrisen ermöglichen und letztlich auch so gut wie immer die Ursache dafür waren. Die Wahrheit ist, dass die schnöden Hausbanken von nebenan und nicht etwa die spekulierenden Investmentbanken die Verursacher der Krisen sind. Die Kreditbanken schaffen Geld aus dem Nichts und kreieren dadurch Blasen an den Finanzmärkten und in der Realwirtschaft. Den widerrechtlichen Geldbetrug der Haus- und Kreditbanken müsste der Staat eigentlich ahnden. Allerdings kann er so seine wachsenden Staatsschulden an die Banken verkaufen, weshalb ein Auge zugedrückt wird. So können Regierungen über ihre Verhältnisse leben und einen Wohlfahrtsstaat finanzieren. Die staatlichen Notenbanken existieren nur, um den Geldbetrug der kreditgebenden Hausbanken zu garantieren. Kommt eine Bank durch die übermäßige Kreditvergabe einmal in Schieflage, so drucken die Notenbanken neue Banknoten und retten diese damit. Heute lebt der mehrheitlich sozialistische Staat in Symbiose mit dem Bankensystem – auf Kosten der Allgemeinheit.

  12. Hans-Michael Schneider

    Das Buch stellt die Frage: „Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung?“ Die Antwort könnte sein: „Hinter jedem großen Vermögen steht ein großes Verbrechen.“ (Honoré de Balzac und Richard O’Connor)
    So weit ich weiß, ist die Deutsche Bank derzeit nicht mit ca. 10 Milliarden Euro, sondern mit mehr als 20 Milliarden Euro belastet.
    Meine Fragen: „Wie kann die Deutsche Bank diese Sanktionen aus der Welt schaffen?“ Kann sie sich selbst einen zinslosen Kredit mittels selbst gedruckten Buchgeld geben, damit die Schulden tilgen und dann den Kredit per langfristiger Ratenzahlung an sich selbst zurückzahlen?
    Kann sie dann aus einer kriminellen Vereinigung zu einer legalen oder seriösen Vereinigung werden?

  13. Peter Bartens

    @ Hans-Michael Schneider
    Sie haben das Bankenwesen, die Geldschöpfung aus den Nichts und die Verbürgung der Bürger voll verstanden. Jetzt gilt es für Sie nur noch herauszufinden, wer dieses perfide Spiel erfunden hat und weiterhin deckt.

  14. Erna

    Wenn in diesem Zusammhag der Name Rotschild fällt, kommt sofort die
    Entisemiten Keule. Also besser um den heißen Brei herum reden.
    Man will ja auch weiterhin dazu gehören. Aber diese Spielfiguren befinden sich bereits in einem Rückzugsgefecht. Die alte Macht bröckelt dahin.
    Trump ist nur ein Baustein dieses Niederganges der alten Systeme.

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