Wirtschaftswunder

Das westdeutsche „Wirtschaftswunder“ ist heute eine nostalgische Erinnerung an bessere Zeiten. Wie gelang damals der steile Aufstieg Deutschlands, zum Teil buchstäblich „auferstanden aus Ruinen“?

Wie konnten Millionen deutsche Flüchtlinge aus dem Osten in die Bundesrepublik integriert werden? Wie entwickelte sich das Saarland, das bis 1957 nicht zur Bundesrepublik gehörte? Welche Waren wurden angeboten, was konnten sich die Leute leisten?

Warum gab es in anderen zerstörten Ländern kein vergleichbares „Wunder“?

Dr. Paul Burgard/ Gabi Hartmann: „Wirtschaftswunder. Das Saarland in der Warenwelt (1949 – 1964)“

Schreiben Sie Ihren Kommentar, Ihre Meinung zur Sendung am Sonntag, 5. Februar, um 9.04 Uhr!

22 Kommentare zu “Wirtschaftswunder”

  1. Magdalena

    Unternehmens- und Produktfotografie aus der Zeit der Teilautonomie des Saarlandes, kann vielleicht einige Leute faszinieren.

    Mich interessiert, wie diese Zeit des Wirtschaftswunders, mit Vollbeschäftigung, Schuldenfreiheit und einem fantastischen „Packen wir es an, oder Ärmel hochkrempeln“, in den vergangenen Jahren in den Schulen im Saarland vermittelt wurde.

    Es ist ein Leichtes eine Chance zu erhalten, wenn alles in Trümmern liegt, egal wie bescheiden der eigene Beitrag ist. Flüchtlinge sind da willkommen, wo sie zuerst direkt in den Arbeitsprozess kommen. Auch die vielen Behinderten, vor allem Männer, die im Krieg gewesen sind, wollten wieder arbeiten und taten dies auch.

    Ich fühle mich diesem Frankreich sehr verbunden, das diesem Grenzland erlaubte autonom zu sein, es unterstützte durch Gelder, und somit etwas Einzigartiges mit schuf.

  2. Wadimy

    Die Menschen, die im Westen Deutschlands lebten und die dorthin geflüchteten Landsleute aus dem Osten hatten eine vergleichbare Kultur, eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Ziel in einem zerstörten, wirtschaftlich darniederliegenden Land.

    Wer angesichts dessen davon spricht, dass doch dann auch die Integration von Millionen Migranten und die jährlich einreisender Hunderttausender Menschen aus völlig anderen Kulturkreisen eine zwar schwierige, jedoch zu bewältigende Aufgabe sei, gibt sich leider Wunschdenken hin.

  3. Wadimy

    Höchst interessante Sendung, v.a. für die Glücklichen, zu denen ich nicht gehöre, die nach dem Kriege im Saarland aufwuchsen.

    Nochmals zum Bezug zur Gegenwart: Weiß Gott war, worauf Herr Dr. Burgard zu Recht hinweist, selbst die Integration etlicher Millionen Landsleute, die man für den wirtschaftlichen Aufbau dringend brauchte, mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Aber das ist doch, finde ich, gerade ein Hinweis darauf, dass die Integration von Millionen heutiger Immigranten und jährlich zusätzlich einreisender Hunderttausender Menschen aus völlig anderen Sprach- und Kulturräumen in ihrer Schwierigkeit nicht unterschätzt werden darf.

  4. Erna

    Und es gäbe da einige Länder (Libyen Irak, Syrien.ua.), die mit einer großen Menschenpower dringend wieder aufgebaut werden möchten. Wenn denn die Vorraussetzungen dafür geschaffen würden.

  5. Roland Kuntz

    Schöner Bildband, den ich da aus der Stadtbibliothek ausgeliehen habe. Unter den Bildern steht tatsächlich mehr Information, als es sonst üblich ist.
    Das sieht mir nach mehr Flair, Stil, Geschmack aus, wenn ich es mit der heutigen Zeit vergleiche. Fritz und Gerdi Weißenbach kannte ich noch aus dem Radio, Ende der 60er, Anfang der 70er. Maahlzeit!

  6. Wadimy

    @ Erna
    Dazu gibt es keine Alternative. Für westliche „Kulturnationen“, die etliche Länder des nahen Ostens in Trümmern hinterlassen haben, wären massive Hilfen beim Aufbau von Demokratie und wirtschaftlichen Strukturen das Mindeste, was sie den Menschen in den betr. Regionen schuldig sind. Der Versuch einer Teilumsiedlung (der momentan de facto unternommen wird) ist ganz sicher ein Irrweg.

  7. Wadimy

    …Nahen Ostens…

  8. Hans Trescher

    zu meinem Posting im vorherigen Thread: „Ich werde zeitnah versuchen, passend zum Buch von morgen, die entsprechenden Beweise des Herrn von Arnim am Beispiel SAARLAND zu liefern.“ Wadimy hatte sich über den so genannten Absolutheitsanspruch einiger Poster (wahrscheinlich ich auch) beklagt, weil keine Beweise geliefert werden. Das ist in diesem Forum auch nur sehr eingeschränkt möglich, weil man keine juristischen Abhandlungen hier reinstellen kann. Nun aber zu meiner Ankündigung:

    Hier wurde das Thema abgehandelt: Wie entwickelte sich das Saarland, das bis 1957 nicht zur Bundesrepublik gehörte? Wem von den Bloggern hier ist eigentlich bekannt, daß das Saarland seit dem 23.11.2007 NICHT mehr zur Bundesrepublik Deutschland gehört? Das Saarland trat bekanntlich durch eine Volksabstimmung im Jahre 1955 im Jahr 1957 der Bundesrepublik Deutschland politisch bei. Die Gesetze, die diesen Beitritt regelten wurden mit dem 2. Bundesbereinigungsgesetzes vom 23.11.2007 aufgehoben und wie folgt vermerkt: Artikel 1 Aufhebung des Gesetzes über die Eingliederung des Saarlandes (101-2) „Das Gesetz über die Eingliederung des Saarlandes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliede-rungsnummer 101-2, veröffentlichten bereinigten Fassung wird aufgehoben.“ Artikel 2 Aufhebung des Gesetzes zur Einführung von Bundesrecht im Saarland (101-3) „Das Gesetz zur Einführung von Bundesrecht im Saarland in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 101-3, veröffentlichten bereinigte Fassung wird aufgehoben.“ Das Saarland ist nicht mehr in den Bundesländern eingegliedert, und es gilt auch kein Bundesrecht mehr im Saarland. http://www.buzer.de/gesetz/7965/
    Die Farce der Bundestagswahl wird unter anderem am Beispiel Saarland deutlich. Wer sich mit den Bundesbereinigungsgesetzen nicht so intensiv auseinandergesetzt hat, wird es bestimmt gar nicht gemerkt haben. Das Saarland gehört nicht mehr zu unseren Bundesländern?! Nanu, das Saarland ist nicht mehr in den Bundesländern eingegliedert und es gilt auch kein Bundesrecht mehr im Saarland?? Nichts desto trotz wird die Augenwäscherei der Staatssimulation im Saarland hochgehalten und bald wieder eine Bundestagswahl durchgeführt, als ob da nichts gewesen wäre. Man kann ja mal so tun als ob und dem dummen Wahlvolk vormachen, daß das Saarland noch zum Bundesgebiet gehört. Die Saarländer wollen also bald wieder einen Bundestag mitwählen, der die Saarländern gar nichts mehr angeht.
    Wer das vorgenannte nicht glauben kann oder will, der möge eine „kleine“ Anfrage an das Verfassungsgericht des Saarlandes Herrn Roland Rixecker oder an das Ministerium für Inneres und Sport Herrn Klaus Bouillon halten.

    Und wer sich jetzt fragt, was soll der Unsinn – wenn er denn wahr wäre – bringen? Nun, so sichern sich die Damen und Herren in der Saarbrücker Staatskanzlei ihre Pöstchen. Mit dem Austritt aus der BRD ist eine Vereinigung und Angleiderung mit anderen Bundesländern und damit eine Auflösung des Saarbrücker Landtages ausgeschlossen. So sichert man sich seine Pfründe. Man ist jetzt eine eigenständige NGO, registriert im UCC und im UPIK mi seinen einzelnen Unterfirmen (Städte, Finanzämter usw. usf.). Jetzt müssen sich die Damen und Herren in der Staatskanzlei nur noch ihr finanzielles Überleben sichern, falls zurecht jewede Zuschüsse aus anderen Bundesländern bald ausbleiben werden; denn wer gibt schon Ländern Geld, die nicht mehr zum gemeinsamen Verband gehören. Und dies geschieht durch das Auspressen der eigenen saarländischen Bevölkerung. Wem es bereits aufgefallen sein sollte, daß im Saarland die Gebührenspirale besonders hoch ist, die Parkgebühren besonders drastisch sind und ständig neue „Ordnungswidrigkeiten“ eingeführt werden, der weiß jetzt warum.
    In der Folge braucht sich das Saarland auch nicht mehr an gemeinsame „Gesetze der BRD“, die in Bonn (nicht in Berlin, da Berlin nur repräsentativen Charakter hat) in Abstimmung mit den Alliierten getroffen werden und wurden, zu halten, da es nicht mehr zur BRD gehört. Es können weitaus schlimmere Vorschriften und sogenannte „Gesetze“ in bilateralen Absprachen mit den Alliierten zu Lasten der saarländischen Bevölkerung erlassen werden. Dazu in meinem nächsten Posting mehr. Also Fortsetzung folgt!

    @Erna
    Wenn die Wahrheit im Raume steht, hat die Lüge keinen Platz mehr. Der engergetische Aufwand mit dem bisher die Lüge aufrecht erhalten wurde, bricht jetzt zusammen.

  9. Magdalena

    Aus den Aufzeichnungen meiner Mutter zum Programm einer Weihnachtsfeier 1946

    „Nachruf
    Der Herr hat es gegeben, der Schieber hat es genommen, unser heutiges Brot gib uns täglich.
    Nachdem unerforschlichen Ratschluss des Unterernährungsamtes verschied heute morgen um 7.15 Uhr unser letztes Brot, im zarten Alter von zweieinhalb Stunden.
    Es überlebte das letzte Achtel Butter, die es gekauft, wissen was wir verloren.

    In größter Sorge:
    Karl Hunger und Frau, geb. Ohnefett
    Willi Hunger und Frau Erna, geb. ohne Fleisch
    Emil Hunger und Frau, geb. Magermilch
    Berta Kartoffelknapp als Braut
    Karl Schmacht als hungriger Freund

    Bad Elend, Steckrübenstr. 43, Villa Fallum im Kalorienjahr 1946. Von Brotkartenspenden bitten wir darbend Abstand zu nehmen.

    Die Preise hoch, die Zonen fest geschlossen. Die Kalorien sinken Schritt für Schritt. Es hungern immer noch die selben Volksgenossen, die anderen hungern nur im Geiste mit.“

    Auch damals war Humor und der Überlebenswillen, nach den Bomben und dem Terror nicht verloren gegangen.

    Es konnte alles einfach bloß besser werden, was dann auch tat.

  10. Erna

    Das mit der Wahrheit ist so eine Sache.
    Ich persönlich glaube an den souveränen Schöpfergott in jedem von uns.
    Somit kann es so etwas wie machtlose Opfer nicht geben. Nur Menschen, die sich ihre persönliche Realität durch äußere Einpflüsterer machen lassen. Sie verzichten also auf ihre eigene innere Macht und Wahlmöglichkeit. Für andere ist diese Denkweise der reine Blödsinn und das ist auch in Ordnung so. Auch die Opferrolle hat viele Vorteile. 🙂
    Alle Rollen werden in diesem nun zuende gehenden Spiel noch gebraucht.

  11. Hans Trescher

    Fortsetzung zu meinem Posting von 12:59 Uhr
    Noch eine Anmerkung, falls jemand glauben sollte, die Alliierten hätten in der BRD nichts mehr zu sagen: „Im 2. BMJBBG am 27.11.2007 wurde gemäß § 2 des Art. 4 das Besatzungsrecht wieder vollständig hergestellt, womit der rechtliche Zustand der Militärregierung von 1945 wieder hergestellt ist.“

    Wo gelten wohl folgende Bestimmungen „Gesetze“? Besonders möchte ich Eure Aufmerksamkeit auf § 12 lenken:

    § 5
    Betreten und Durchsuchen von Wohnungen
    (1) Soweit der Zweck der Vollstreckung es erfordert, darf der Vollstreckungsbeamte die Wohnung des Pflichtigen betreten und durchsuchen, verschlossene Räume und Behältnisse erforderlichenfalls auch gewaltsam öffnen oder öffnen lassen. Die Wohnung umfasst die Wohn- und Nebenräume, Arbeits-, Betriebs- und Geschäftsräume sowie anderes befriedetes Besitztum.
    (2) Soweit der Zweck der Vollstreckung es erfordert, haben im Beisein des Vollstreckungsbeamten auch der Gläubiger, hinzugezogene Zeugen, Polizeivollzugsbeamte, Sachverständige und sonstige Hilfspersonen das in Absatz 1 Satz 1 bezeichnete Zutrittsrecht. Sachverständige und Hilfspersonen müssen sich durch einen schriftlichen Auftrag der Vollstreckungsbehörde ausweisen können.
    (3) Die in Absatz 1 Satz 1 bezeichneten Befugnisse stehen dem Vollstreckungsbeamten bei Widerspruch des Pflichtigen, außer bei Gefahr im Verzug, nur zu, wenn sie durch den Richter angeordnet werden. Zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Wohnung liegt. Für das Verfahren gelten die Vorschriften des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend.

    § 6
    Widerstand gegen die Vollstreckung
    Widerstand gegen die Vollstreckung darf durch Anwendung unmittelbaren Zwangs gebrochen werden. Wird Widerstand geleistet oder liegen Tatsachen vor, die Widerstand erwarten lassen, so haben die Polizeivollzugsbeamten auf Anforderung der Vollstreckungsbehörde oder des Vollstreckungsbeamten die Vollstreckung zu unterstützen.

    Und jetzt der Hammer:

    § 12
    Einschränkung von Grundrechten
    Nach Maßgabe dieses Gesetzes werden das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes; Artikel 1 der Verfassung des Saarlandes 4) das Recht auf Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 des Grundgesetzes; Artikel 3 der Verfassung des Saarlandes 4), das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes; Artikel 16 der Verfassung des Saarlandes 4), das Recht auf Eigentum (Artikel 14 des Grundgesetzes; Artikel 18 der Verfassung des Saarlandes 4) eingeschränkt.

    (1) Verwaltungsakte, mit denen eine Handlung, Duldung oder Unterlassung gefordert wird, werden durch Verwaltungszwang
    vollstreckt. Zwangsmittel sind:
    1. Zwangsgeld (§ 20)
    2. Ersatzvornahme (§ 21)
    3. unmittelbarer Zwang (§ 22)
    4. Erzwingungshaft (§ 28).

    (3) Die Zwangsmittel können auch neben einer Strafe oder Geldbuße verhängt und solange wiederholt und gewechselt werden bis der Verwaltungsakt befolgt oder auf andere Weise erledigt ist. Die Erzwingungshaft darf insgesamt sechs Wochen nicht überschreiten.

    Nun die Antwort. Dieses vorgenannte Gesetz (SVwVG – Saarländisches Verwaltungs- und Vollstreckungsgesetz) gibt es natürlich nur im Saarland.
    Jeder möge danach googeln. In keinem anderen Bundesland ist so etwas in der „Gesetzgebung“ möglich!

    Tja, um nochmals die Verbindung zu meinem vorherigen Posting zu schlagen. Nur durch Brachialgewalt zur Durchsetzung der finanziellen Ausplünderung gegen die eigene saarländische Bevölkerung können sich die Dame und Herren in der Staatskanzlei noch Ihre Pfünde erhalten und die Pensionsansprüche ihrer ausgedienten Parteifreunde bedienen. Jeder der es wagt, seine GEZ, Parkknöllchen, „Ordnungswidrigkeiten“, Grundsteuer etc. nicht zu bezahlen oder sie nicht bezahlen kann, hat mit Verletzung seiner körperliche Unversehrtheit und Erzwingshaft zu rechnen. Das ist das SAARLAND: „Großes entsteht immer im Kleinen“.
    Man erdreistet sich das Grundgesetz auszuhebeln. Man kann das natürlich tun, da das Saarland nicht mehr zur BRD gehört und daher das Grundgesetz nur noch eine AGB für das Saarland ist. Nochmals zur Wiederholung, um sich geistig im Klaren werden, was im Saarland los ist: § 12
    Einschränkung von Grundrechten
    Nach Maßgabe dieses Gesetzes werden das Recht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes; Artikel 1 der Verfassung des Saarlandes 4) das Recht auf Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 des Grundgesetzes; Artikel 3 der Verfassung des Saarlandes 4), das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes; Artikel 16 der Verfassung des Saarlandes 4), das Recht auf Eigentum (Artikel 14 des Grundgesetzes; Artikel 18 der Verfassung des Saarlandes 4) eingeschränkt.

    Wer auch das vorgenannte nicht glauben kann oder will, der möge eine „kleine“ Anfrage an das Verfassungsgericht des Saarlandes Herrn Roland Rixecker oder an das Ministerium für Inneres und Sport Herrn Klaus Bouillon halten. Ich rate dringend, daß sich Menschen im Saarland schnell zusammentun, um Klage gegen das Land Saarland wegen fortlaufender Menschrechtsverletzungen aufgrund des SVwVG – Saarländisches Verwaltungs- und Vollstreckungsgesetz beim Menschenrechtsgerichtshof in Den Haag einzureichen. Nur so könnt Ihr Euch aus diesem Joch, das bald noch schlimmer für Euch kommen wird befreien. Ich kann bei Euch da leider nicht mitmachen, da ich nicht im Saarland ansässig bin.

    @Erna
    Wenn die Wahrheit im Raume steht, hat die Lüge keinen Platz mehr. Der energetische Aufwand mit dem bisher die Lüge aufrecht erhalten wurde, bricht jetzt zusammen

  12. Wadimy

    @ Hans Trescher
    Ich kann kaum glauben, dass das, was Sie hier zur angeblichen Nicht-mehr-Zugehörigkeit des Saarlandes zur Bundesrepublik schreiben, ernst gemeint ist. Die Aufhebung eines längst nicht mehr notwendigen Gesetzes zur Eingliederung des Saarlandes bedeutet doch nicht, dass das Saarland dadurch nun nicht mehr zur Bundesrepublik gehört (was eine Realsatire wäre). Es unterstreicht wohl umgekehrt eher die Selbstverständlichkeit der Zugehörigkeit.

  13. Hans Trescher

    @Wadimy
    Wenn Sie es nicht glauben, aber Interesse an den wahren Gegebenheiten haben, konsultieren Sie einen Staatsrechtler. Glauben heißt nicht wissen, sich nicht das „Unvorstellbare“ vorstellen können. Wenn ein Überleitungsgesetz aufgehoben wird, ist die Überleitung aufgehoben! Wieso sollte dieses Gesetz nicht mehr notwendig sein? Durch konkludentes Handeln? Wenn ein Staat einen Friedensvertrag mit einem anderen Staat durch ein Bereinigungsgesetz aufheben wieder würde, wäre dann rechtlich nichts geschehen und der Friedensvertrag hätte weiterhin bestand? Ich bitte Sie! Nach Realsatire ist mir nicht im geringsten zu Mute. Mein Rat: Wenn Sie der Wahrheit wirklich auf den Grund gehen wollen und sich selbst nicht in der Lage sehen, Offensichtliches beurteilen zu können, konsultieren Sie einen Staatsrechtler außerhalb des Saarlandes, kostet zwar etwas Geld, aber dann weiß man wo man steht. http://www.rechtsanwaelte-neumann.de
    Das wäre zum Beispiel eine gute Adresse. Aber glauben Sie jetzt ja nicht, daß ich mit dieser Kanzlei in irgendeiner Verbindung stehen würde und denen Kunden zuschieben möchte. Ich kann Ihnen nur sagen, daß ich früher längere Zeit mit dem saarländischen Filz in der Staatskanzlei zu tun hatte und mir genau bewußt bin, was ich da von mir gebe.
    Und wenn Sie § 12 meines letzten Postings einmal in direkter Wirkung am eigenen Leib erleben möchten, schreiben Sie Ihrem Bürgermeister Fried einmal, daß Sie sich nicht in der Lage sehen, die erhobene Grundsteuer oder das letzte Knöllchen am Saarpark Center zu bezahlen. Dann wünsche ich „frohes Erkennen“, wie Ihre Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit nach Artikel 2 GG nicht mehr existieren .

  14. Erna

    Alles viel zu kompliziert. Wenn es benötigt wird und gerade paßt, wird einfach eine Verfügung oder ein Erlass von „höchster Stelle“ erstellt und weiter geht es. Zum Erhalt dieses alten Systems in seiner absoluten Endphase seines Bestehens ist nun alles möglich. Die einzige Rettung findet sich nur im eigenen Inneren. Und dort ist alles gut.
    youtube.com/watch?v=gazDxUkXrQ4

  15. Wadimy

    @ Hans Trescher
    Ok, auch Juristen können zu seltsamen Auslegungen in Gesetzesangelegenheiten kommen; kein Wunder in diesem Zusammenhang, dass Gerichte verschiedener Instanzen zu teilweise völlig konträren Urteilen im gleichen Falle kommen.

    Nun, mal angenommen, die erwähnte Abstrusität wäre Realität: Welches Ziel hätte eigentlich der „Rausschmiss“ des Saarlandes aus der Bundesrepublik? Und welchen Status hätte das Saarland seit 10 Jahren eigentlich?

  16. Hans Trescher

    @Wadimy
    …Nun, mal angenommen, die erwähnte Abstrusität wäre Realität: Welches Ziel hätte eigentlich der „Rausschmiss“ des Saarlandes aus der Bundesrepublik? Und welchen Status hätte das Saarland seit 10 Jahren eigentlich?…
    Noch einmal, das Saarland wurde nicht rausgeschmissen. Es ist selbst ausgetreten. Warum? Aufgrund der Pleitesituation des Saarlande und seiner Gemeinden besteht und bestand 2007 doch die tägliche Gefahr, daß der Druck auf die Saar“Regierung“ so groß wird, ggf. ein Referendum abhalten zu müssen über die Angliederung zum beispw. an Rheinland-Pfalz. Denken Sie an die Klagen von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen gegen den Länderfinanzausgleich. Und da soll man in Saarbrücken tatenlos zusehen, wie ggf. durch Außendruck die liebgewordenen Versorgungspöstchen ggf. von heute auf morgen verschwinden?

    …Und welchen Status hätte das Saarland seit 10 Jahren eigentlich?…

    Den gleichen, aber abgetrennten Status, den die übrige BRD seit 1990 auch hat: ein unter alliierter Kontrolle befindliches Verwaltungsgebiet unter handelsrechtlichen – nicht völkerrechtlichen – Vorschriften. Daher sind alle unsere Richter Handelsrichter (einzigartig in Deutschland).
    Der Unterschied zu den übrigen Ländern der BRD seit knapp 10 Jahren ist der, daß diese einheitlich ihre „Vorschriften“ in Bonn unter Abstimmung mit den Alliierten erlassen und diese auch einheitlich für fast alle Bundesländer (Bayern und Berlin haben wiederum ein gewisses Ausnahmerecht) dann gelten und gelten müssen. Aber das Saarland ist an diese gemeinsamen „Vorschriften“ nicht mehr gebunden. Es kann jetzt alleine schalten und walten, so lange es die Aliierten zulassen, Zusatzgesetze und Zusatzverordnungen erlassen, die in den übrigen Bundesländern nicht gelten, das Grundgesetz abbedingen, Zusatzsteuern einführen usw., und es kann durch diesen Schachzug nie mehr zu einer Vereinigung mit einem anderen Bundesland gezwungen werden. Den anderen Bundesländern war es recht; denn das Saarland wollte eh keiner mehr haben, aufgrund seiner exhorbitanten Verschuldung.

    …kein Wunder in diesem Zusammenhang, dass Gerichte verschiedener Instanzen zu teilweise völlig konträren Urteilen im gleichen Falle kommen…

    Logisch. Jedes Gericht in der BRD ist ein Handelsgericht. Das bedeutet, der Richter sieht sich als ein Kapitän (ist auch rechtlich so legitimiert im UCC) auf seinem Schiff. Ein Kapitän auf seinem Schiff im rechtsfreien Raum Ozean konnte schon immer entscheiden wie er wollte und war an nichts und gar nichts gebunden. Das aber versteht man nur, wenn man weiß, daß das Seerecht seit den 2+4 Verträgen 1990 auf die BRD übertragen wurde. Damit wurden alle Richter zu Kapitänen. Siehe: § 15 GVG „Die Gerichte sind Staatsgerichte.“ Dieser § wurde schon bereits 1950 aufgehoben. Mit anderen Worten: Es gibt hierzulande keine gesetzlichen Richter, keine Polizei- und sonstige Beamten, keine Pflicht, sich von selbigen verurteilen oder schikanieren zu lassen, um nur mal einige wenige Konsequenzen aus dem großen Ganzen zu ziehen.

    Da wir hier aber tief ins „Staatsrecht“ abdrifften, was mit dem Bezug zum Saarland und dem vorgestellten Buch rein gar nichts mehr zu tun hat, werde ich auch diesbezüglich keine tiefgreifenderen Erläuterungen mehr geben – nicht um des nicht Wissens – sondern weil dadurch der Rahmen dieses Blogs absolut gesprengt würde. Jeder Interessierte zu diesem Thema möge auf eigene Faust weiter recherchieren oder das Thema als irrelevant abhaken.

  17. Wadimy

    @ Hans Trescher
    Nennen Sie mir doch bitte einen einzigen deutschen Staatsrechtler (mit entspr. Zitat), der den „Austritt“ des Saarlandes aus der Bundesrepublik bestätigt.

  18. Hans Trescher

    @ Wadimy
    Den werden Sie so nicht finden, weil das Saarland in Bezug auf die Gesamtsituation in der BRD eine völlig untergeordnete Rolle spielt. Dazu müßte ein Staatsrechtler den ganzen Zustand der BRD aufgreifen und alles beleuchten. Das Saarland käme dabei wohl auf Punkt 25, was dazu zu sagen wäre. Letztendlich spielt das auch keine Rolle, wer da ggf. was gesagt hat oder hätte. Würde ich jemanden nennen, hieße es gleich wie bei Herrn Hans Herbert von Arnim: „Ach der Verschwörungstheoretiker schon wieder“. Wer nicht sehen will, der sieht nicht, wer nicht hören will der hört nicht, und wer nicht lernen will, der lernt nicht.

    Fragen Sie sich ernsthaft: Wie kann ein Land wie das Saarland und was muß es ihm Wert sein, in einem Vollstreckungsgesetz, das der bloßen widerlichen Geldeintreibung dient, das Grundgesetz und die Menschenrechte auf Unversehrtheit einschränken, wenn es noch auf dem Boden einer völkerrechtlichen Grundlage stehen würde. Und fragen Sie sich anschließend, wieso es dieses Gesetz in keinem anderen Bundesland gibt (können Sie googeln); denn wenn das Bundesrecht wäre, gäbe es so etwas oder zumindest so etwas Ähnliches auch in anderen Bundesländern. Das ist nicht der Fall! Darum heißt es auch SVwVG (Saarländisches Verwaltungs- und Vollstreckungsgesetz und nicht Bundesverwaltungs- und Vollstreckungsgesetz).
    Und damit schließe ich von meiner Seite das Thema, weil es sonst völlig an der Buchbesprechung vorbeigeht. Jeder möge das Thema persönlich weiter verfolgen, in dem er im Saarland einmal „aus dem Fenster die wirkliche Realität betrachtet“ oder weiter in seiner schönen alten nostalgischen Welt schlummern. Da ich nicht im Saarland lebe, so what.

  19. Josef Becker

    Also ich bin fassungslos, falls das nur im Ansatz stimmt, was Herr Trescher da geschrieben hat. Fassungslos über die Dreistigkeit und Verlogenheit unserer Politik. Gerade hier im Saarland hatte ich noch ein kleineres Stück von Ehrlichkeit erwartet. Aber außer mir bin ich aber erst Recht über die Einschränkung der Grundrechte. Ich habe mir die Mühe gemacht und nach diesem Verwaltungs- und Vollstreckungsgesetz gegoogelt. Und siehe da, das gibt es wirklich:
    sl.juris.de/cgi-bin/landesrecht.py?d=http://sl.juris.de/sl/gesamt/VwVG_SL.htm
    Was ich da lese, treibt mir die Haare zu Berge. Habe ich jemals darüber etwas in der SZ gelesen? Natürlich nicht. Wer so etwas verbricht, der hat genügend Dreck am Stecken und verachtet jegliches menschliche Miteinander!
    Während ich „den Austritt des Saarlandes aus der BRD“ zuerst als voweggenommenen Karnevalsscherz angesehen habe, bin ich mittlerweile felsenfest davon überzeugt, daß das auch noch stimmt! Unglaublich!! Bei den im März unausweichlich kommenden Wahlkampfständen mit ihren Großmäulern hinter den Fähnchen werde ich die richtigen Fragen stellen, darauf können DIE sich verlassen.

  20. Wadimy

    Ich bin ebenfalls fassungslos…

  21. Magdalena

    Die Sendung verblüffte mich mit vielen profunden und sehr gut vorgetragenen Informationen durch Dr. Paul Burgard. Auch die Aussagen von Gabi Hartmann zu den Fotoarbeiten waren völlig im Rahmen dessen, was auch bereits Kindern in dieser Zeit abverlangt wurde.

    Alle Menschen haben ihr Bestes gegeben und keinesfalls nach womöglichen Schädigungen gefragt. Auch Kinder können ungeheure Kräfte haben und keine Verletzungen davontragen, weder seelisch noch körperlich.

    Ich habe mir den Bildband ebenfalls in meiner Stadtbücherei ausgeliehen und bin erstaunt in welchem Ausmaß die Sendung über dieses prima Buch hinausgegangen ist. Dass die vielen Fragenden und auch Herr Albers da mitwirkten – immerhin gab es eine gesendete Anfrage aus der Schweiz – die nicht nur Saarländer sind oder waren, haben die besondere Situation in der wir uns damals befanden gewürdigt. Danke allen Beteiligten.

  22. Wadimy

    @ Magdalena
    Erfreulich, dass hier abschließend noch einmal ein Beitrag zum aktuellen Buch und zur Sendung eingestellt wurde. Und ich möchte alle Punkte Ihres Beitrags unterstreichen, aber auch die Ihres ersten Beitrags am 3. Februar 2017, um 14:32 Uhr, dort besonders den letzten Abschnitt.

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