Wie ist die Stimmung im Land?

wiebicke_zufussdurcheinnervoesesland100_v-sr__169__900Ein Philosoph wandert durch Deutschland. Nicht auf Pilger- oder Premium-Wanderwegen, sondern in durchschnittliche Gegenden. Er betrachtet nicht nur die Landschaft, sondern sucht das Gespräch mit den verschiedensten Leuten.

Wie fühlt es sich an, zwischen Agrar-Wüsten und Fleischfabriken zu wandern? Kann man Heimweh entwickeln, ohne sich vom Fleck zu bewegen – weil sich so viel verändert hat? Wie sehen Bauern, Ärzte oder Künstler ihr Leben? Wie spiegelt sich die große Politik im Alltag?

Jürgen Wiebicke: „Zu Fuß durch ein nervöses Land“.

Schreiben Sie Ihren Kommentar, Ihre Meinung zur Sendung am Sonntag, 11. Dezember, um 9.04 Uhr!

 

14 Kommentare zu “Wie ist die Stimmung im Land?”

  1. Carinha

    Wie ist die Stimmung im Land? Wie wird sie wohl sein nach:
    a) der Trump-Wahl
    b) der Österreich-Wahl
    c) dem Referendum in Italien
    d) dem Brexit Referendum in England?

    Wir haben einen Stellvertreterkrieg in Syrien mit Rußland, China und dem Iran auf der einen Seite und den USA, einigen westlichen Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Israel und Deutschland auf der anderen Seite mit ihrem Verbündeten Saudi-Arabien. Auch die Türkei mischt da noch kräftig mit. Letztlich geht es den beiden Machtblöcken ausschließlich darum ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. Das Gefasel von Menschenrechten und demokratischen Werten ist und war in diesem Zusammenhang schon immer absolut lächerlich. Dabei dient die Bekämpfung von ISIS für den westlichen Mafiablock als perfekter Vorwand, und die Zivilbevölkerung muß das ganze ausbaden. Die Bilanz ist verheerend: ca. 470.000 Tote und ca. 11 Mio. Flüchtlinge. Die meisten davon wird Deutschland aufnehmen ‚dürfen‘. Wie dieses Faktum das Land verändern wird? Schaun mer mal, dann sehn mer scho. Fakt ist: die Welt ist auf Krawall gebürstet und zwar in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Warum? Weil das westliche privat organisierte Schneelball Ponzi-Gelddruck-Geldsystem ohne hinterlegte Werte nach über 100 Jahren am Ende ist. Und jetzt bekommen wir es auch noch mit einem ausgewachsenen Währungskrieg zu tun durch die unterschiedliche Geldpolitik von FED und EZB, BOJ und VR China. Dies wird für alle Volkswirtschaften auf Dauer negativ ausgehen, und das wissen auch die Bürger. Weiterhin ist das Bankensystem schwer angeschlagen als Folge des westlichen Schneelball Ponzi-Gelddruck-Geldsystem der Privatbanken FED und EZB. Italien steht kurz vor dem Bankenzusammenbruch. Spitzen sich alle vorgenannten Ereignisse weiter zu, könnte dies bald eine Finanzkatastrophe biblischen Ausmaßes annehmen.
    Der letzte Abschnitt wurde von mir entnommen aus „InsideGuide – Schweitzer Börsenberatung.

    Und da fragt der Autor: Zu Fuß durch eine nervöses Land? Wie ist die Stimmung im Land? Nun, die Menschen im Land haben ein viel feineres Gespür dafür wie uns die Politik immer schlimmer in den Dreck geritten hat, als die abgehobenen „grün lackierten“ 68er Akademiker-Sprößlinge, die bis zum Schluß staunend und fassungslos auf das tosende Unwetter starren werden, welches sich da bald über unseren Köpfen austoben wird. In diesem Zusammenhang sei von mir auch auf das neue Cover des Economist: „The World in 2017 – Planet Trump“ verwiesen.

  2. Wadimy

    Eines der größten ganz konkreten Probleme im Land ist m.E. die ständig zunehmende Armut, die mittelfristig einen gewaltigen Schub durch eine politisch vorprogrammierte, für viele heute noch kaum vorstellbare, sehr bald jedoch einen erheblichen Anteil der jetzt noch arbeitenden Bevölkerung erfassende Altersarmut erhalten wird.

    Viele, die betroffen sein werden, weil ihre derzeitigen Einkommen nicht ausreichen, um für ihr Alter privat vorzusorgen, verdrängen heute dieses auf sie zukommende Problem, anderen ist es dagegen nur allzu bewusst. In jedem Falle aber dürfte die Stimmung und Befindlichkeit sehr vieler Zeitgenossen von diesem sehr existenziellen Problem mindesten so stark beeinflusst sein wie von den täglichen Nachrichten aus den Medien.

  3. Erna

    Mit Hillary hätten wir in nächster Zukunft mit Russland, also auch hier in Deutschland, den nächsten Krieg erlebt. Natürlich wäre der einzig Schuldige der böse Russe gewesen.
    Trump ist zwar kein Heiliger, aber für Deutschland ist er eher ein Segen. Und wenn er von der Finanzmafia nicht noch gedallast wird,
    dürfen wir uns hier auf interessante Veränderungen freuen. Trotz der einseitigen und gesteuerten Medienmeinung. Das Volk wacht weltweit auf, und das bereitet einigen Kreisen doch arges Kopfzerbrechen. Die NWO erleidet eine Niederlage nach der anderen. Ich bin also weiterhin seehr zuversichtlich was unsere Zukunft betrifft. Soweit zu meiner Stimmung. 🙂
    youtube.com/watch?v=zMXC3aDK43Y

  4. DAS

    Ich sehe um mich herum, dass meine Mitmenschen etwa immer größere Autos fahren, weitere Reisen machen, immer mehr fernsehen, mehr essen usw. Ich sehe aber auch immer Ärmere ohne Jobs, Flüchtlinge, Gestörte usw.
    Ich sehe um mich herum, dass meine Mitmenschen etwa immer größere Autos fahren, weitere Reisen machen, immer mehr fernsehen, mehr essen usw. Ich sehe aber auch immer Ärmere ohne Jobs, Flüchtlinge, Gestörte usw.
    Im Blog lese ich u.a., dass vor allem die Anderen (Trump, Engländer usw.) sich gefährlich verhalten oder doch nicht so schlimm seien (Russen). Wer nur beim Anderen schaut will seinen Anteil nicht erkennen und auch nichts verändern. Er meint immer er sei nur ein Opfer der äußeren Einwirkung. Er fragt sich aber nicht was sein Beitrag dazu ist. Wer etwa Benzin kauft ist auch für die Entwicklung in den Öl-Förderländern, den Klimawandel usw. mit verantwortlich und darf sich nicht über die Folgen wundern. Näheres zu solchen Themen habe in meinem Buch (siehe http://ueberleben-wir.de) geschrieben.
    „Man sieht nur was man weiß“ heißt es. Was sieht der Autor? Was weiß er? Ich bin gespannt.

  5. Wadimy

    Die Segnungen des modernen Lebens (weitgehender Wegfall körperlich schwerer Arbeit, Komfort, relativer Wohlstand der meisten, beachtliche Fortschritte in Wissenschaft, Technik und nicht zuletzt der Medizin, weit höhere Lebenserwartung als in früheren Zeiten) haben ihren Preis:

    Weitgehender Wegfall von Sicherheitsgefühl, von Sinn und Geborgenheit vermittelnden Elementen des Lebens wie Großfamilien, religiösen Gemeinschaften, Glaube an Gott und somit einem „höheren“ Sinn des Lebens, Verbindung zur Natur. Dies alles – in Kombination mit der Angst vieler um ihren Arbeitsplatz, der Anforderung zu immer mehr beruflicher Flexibilität, Ausbeutung junger Menschen durch Zeitverträge und drohende Altersarmut – macht ein zufriedenes, erfülltes Leben und eine Zukunftsperspektive v.a. für viele junge Menschen heute extrem schwer.

  6. Erna

    Wahre Veränderug kann natürlich nur in einem selber stattfinden.
    Aüßere Retter kann es also niiemals geben.
    Die Verzweiflung in die viele Menschen nun getrieben werden, bringt genau diese Umkehr und Hinwendung zum eigenen Inneren hervor.
    Somit dient die Dunkelheit dem Licht, ohne das es ihr bewusst ist.
    Ander machen hier Reklame für ihr Buch, dann mach ich halt etwas Reklame für die Wahrheitsbewegung, wenn es erlaubt ist. 🙂
    youtube.com/watch?v=LFQA_dweELs&feature=youtu.be

  7. Magdalena

    „Wie spiegelt sich die große Politik im Alltag?“

    In 2015, als der Autor im Land unterwegs gewesen ist, spiegelte sich nicht nur der Alltag, sondern vor allem auch die Natur in ihrer großen Hitze, durch die Nervosität vieler.

    Haben Menschen nicht in ihrem Tun immer wieder aus einer vorher zurechtgelegten Philosophie geschöpft? Und dann bricht das Konstrukt, wo möglich bloß in Fragmenten, auseinander. Mich lies da die Tatsache, dass ich ein Dach über dem Kopf hatte, Kühle, oder jetzt eine warme Stube, gesund bin, und zu Essen habe, gelassen sein.

    Was konnte Jürgen Wiebicke in reiner Beobachtung auf seiner Wanderung hören und sehen? Da er auch feste Termine mit bekannten Menschen hatte, die sich vorbereiten konnten, interessiert mich genau das erst Genannte.

    Jetzt sind die Gesprächsthemen und die Aufregungen im Alltag fast normal geworden. Junge Leute machen ihre Arbeit, Kinder freuen sich ihren neuen MitschülerInnen helfen zu können und alle scheinen mir sensibler für das Leben der direkten Nachbarn geworden zu sein.
    Vielleicht weil die Medien oft falsch „lagen“?

  8. Wadimy

    Vielleicht kein Zufall, dass – zumindest bei diesem Thema – die Frauen-Beiträge im Schnitt ein etwas optimistischeres Weltbild zeichnen.
    Wunderbar, der letzte Abschnitt aus Magdalenes Beitrag.

  9. Jürgen Engel

    Gemäß der Vermächtnisstudie von Jutta Allmendinger teilen jung und alt durchaus noch die gleichen Werte, beurteilen ihre gegenwärtige Situation auch weitestgehend positiv, sehen die Zukunft jedoch kritisch. Die Furcht davor, dass Altersarmut zu einem Massenphänomen werden könnte spiegelt sich in dieser Skepsis wieder. Das trifft ironischerweise aber nicht unbedingt auf diejenigen zu, die schon jetzt in prekären Verhältnissen leben. Dazu muss man wissen, dass für jemanden, der heutzutage von Sozialleistungen lebt weder das Existenzminimum gilt( im Durchschnitt hat ein alleinstehender ALG II Bezieher zwischen 600 und 700 Euro brutto zur Verfügung ) noch das Recht auf freie Berufswahl oder das Grundrecht auf Reisefreiheit. Auch ist seine Existenz alles andere als gesichert, können bei missliebigem Verhalten die Leistungen vollkommen gestrichen werden. Um nicht zu verhungern muss er dann wie zu Kriegszeiten Lebensmittelgutscheine beantragen. Willkommen in der Deutschen Demokratischen Republik des 21. Jhd. Diese Mauer fällt erst bei Renteneintritt. Der Tag der Altersarmut wird unter solchen Bedingungen zum Feiertag, denn die Grundsicherung, die nun in Anspruch genommen werden kann liegt auf Höhe des Existenzminimums und kann auch nicht mehr aus fadenscheinigen Gründen geschmälert werden. Für die Ärmsten bedeutet das einen sozialen und finanziellen Aufstieg. Ganz anders stellt sich die Sache aus der Perspektive eines Durchschnittsverdieners dar, der sich ausrechnen kann, dass sein Rentenanspruch ebenfalls auf Höhe der Grundsicherung liegt. Er muss einen Wohlstandsverlust verkraften. Hier treffen sich dann beide Welten. Eine Wiedervereinigung in Armut sozusagen, nur das die individuelle Wahrnehmung bzw. Interpretation je nach Biografie sehr unterschiedlich ausfallen dürfte.

  10. Purzelchen

    Ebenso wie es eine Anruferin formulierte, hat auch mich die heutige Sendung sehr berührt. Viele Aspekte wurden angesprochen, die unseren heutigen Lebensalltag in beängstigender Weise prägen: Verwirrung, Stress, Orientierungslosigkeit, unendlicher Zeitmangel, Oberflächlichkeit und Wahrnehmungsstörungen. Daraus resultieren starke Bedürfnisse in Richtung: Neuorientierung, Entschleunigung, Perspektivenwechsel und Kontaktsuche.
    Was der Autor „pessimistische Resignation“ nennt, trifft auch die Stimmung, die ich in meinem Umfeld wahrnehme. Der Kontakt und Austausch mit Andersdenkenden könnte jedoch zu fruchtbaren Schnittmengen führen, auf denen sich nochmals ein gesellschaftlicher und kultueller Wiederaufbau gründen ließe, ohne dass jemand seine Identität aufgeben müsste.
    Diesmal kein wirtschaftlicher Wiederaufbau/Wirtschaftswunder wie in den 50er Jahren, sondern eher ein „Bewusstseinswunder“, ein Umdenken – mein Wunsch passend zur Weihnachtszeit, der sich vielleicht auch ohne Beschreitung von Jakobswegen und anderer Wanderungen erfüllen lässt , sondern einfach Beweglichkeit im Kopf erfordert ?

  11. Purzelchen

    Ebenso wie es eine Anruferin formulierte, hat auch mich die heutige Sendung sehr berührt. Viele Aspekte wurden angesprochen, die unseren heutigen Lebensalltag in beängstigender Weise prägen: Verwirrung, Stress, Orientierungslosigkeit, unendlicher Zeitmangel, Oberflächlichkeit und Wahrnehmungsstörungen. Daraus resultieren starke Bedürfnisse in Richtung: Neuorientierung, Entschleunigung, Perspektivenwechsel und Kontaktsuche.
    Was der Autor „pessimistische Resignation“ nennt, trifft auch die Stimmung, die ich in meinem Umfeld wahrnehme. Der Kontakt und Austausch mit Andersdenkenden könnte jedoch zu fruchtbaren Schnittmengen führen, auf denen sich nochmals ein gesellschaftlicher und kultueller Wiederaufbau gründen könnte, ohne dass jemand seine Identität aufgeben müsste. Orte der Begegnung schaffen, die Bank vor der Haustür, aus der Welt wieder ein Dorf machen, wie der Autor es so schön beschreibt!
    Diesmal kein wirtschaftlicher Wiederaufbau/Wirtschaftswunder wie in den 50er Jahren, sondern eher ein „Bewusstseinswunder“, ein Umdenken – mein Wunsch passend zur Weihnachtszeit, der sich vielleicht auch ohne Beschreitung von Jakobswegen und anderer Wanderungen erfüllen lässt , sondern einfach Beweglichkeit im Kopf erfordert ?

  12. Diogenes 2

    Für mich eine sehr gute Sendung. Konnte sie auch gut verfolgen, da 1. X das Buch vorher mit Freude gelesen war.
    Es sind ja (doch nur ? und) auch Tagesberichte & Erlebnisse, die in dieser Region und zu diesem Zeitpunkt dem Autor widerfahren sind. Und/aber: Jeder trägt seinen eigenen Erlebnis- Rucksack bei so einer Wanderung mit sich rum.
    Meine Frage währe gewesen: Ist nach Ihrer Meinung die oft ungefilterte Vernetzung via Internet und deren Folgen & Ableger,- Fluch oder Segen ?
    Das hätte ich ganz gerne beantwortet und bleibe wohl weiter der fragende.

  13. Magdalena

    Eine auch anders aufgebaute Sendung, was ich als eine Umsetzung der Anregungen von Wadimy, (kürzlich geäußert), und ebenso wahrgenommen hatte, passte prima zur entschleunigenden Sendung!

    So habe ich bestätigt gehört, was ich ebenfalls beobachtet habe, obwohl der Autor mehr in Städten unterwegs gewesen ist. Die Menschen reden wieder mehr miteinander.

  14. Erna

    Das oben beschriebene „Bewusstseinswunder“ ist bereits in vollem Gange.
    Die Menschheit wächst wieder zusammen, trotz der momentan intensiven Spaltungsbemühungen einiger weniger. Die Liebesschwingung überbrückt alle zuvor erschaffenen Gräben.
    youtube.com/watch?v=6BJiCzlbgao

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