Moralische Pflicht oder „Helfersyndrom“?

joachim-starbatty-neu-2016-privatWarum versucht Deutschland, zulasten seiner Steuerzahler den Euro zu retten, das Weltklima, die Flüchtlinge? Ist das ganz einfach anständig und christlich oder hat ein „Helfersyndrom“ viele Deutsche mit Frau Merkel an der Spitze befallen?

Zeigt diese Politik wenigstens positive Folgen bei denen, die gerettet werden sollen? Was bleibt, wenn die Grenzen des Möglichen überstrapaziert werden? Gibt es moralisch vertretbare Alternativen?

Wie geraten zwei konservative Marktwirtschaftler in Opposition zu Kanzlerin? Sind sie jetzt „rechtspopulistisch“?

Prof Joachim Starbatty (Buch geschrieben mit Prof. Hans-Olaf Henkel):

„Deutschland gehört auf die Couch. Warum Angela Merkel die Welt rettet und unser Land ruiniert“, Europaverlag, 19,90 €

Schreiben Sie Ihre Meinung, Ihren Kommentar zur Veranstaltung und Sendung am Sonntag, 20.11., um 9.04 Uhr, direkt aus der Glückauf-Halle in Elversberg. Anrufe sind nicht möglich, aber Fragen im Saal.

33 Kommentare zu “Moralische Pflicht oder „Helfersyndrom“?”

  1. Wadimy

    So lange – das gilt sowohl in puncto EU als auch Migration – die Ursachen von Missständen nicht angegangen werden, werden alle noch so gut gemeinten Versuche, Notsituationen zu lindern, Flickwerk bleiben und mit gestaltender, verantwortungsvoller Politik wenig zu tun haben. Was die EU angeht, wird eine Angleichung in des Wohlstands innerhalb des Währungsverbundes irgendwann durchaus weitgehend erreicht sein – und zwar durch eine schleichende Verarmung der deutschen Bevölkerung, die einen ungeheuren Schub in Form einer politisch bereits vorprogrammierten, einen erheblichen Anteil der Bevölkerung erfassenden, für viele in ihrer Ausprägung heute noch unvorstellbaren Altersarmut erhalten wird.

  2. Roland Kuntz

    Henkel und Starbatty, zwei ehemaliger AfDler (jetzt Partei ALFA) schreiben also ein Buch.
    Das ALFA-Parteiprogramm sieht keine Mindestlöhne, keine Höchstmieten und keine Erbschaftssteuer vor. Es soll eine Anlehnung an das Steuermodell von Kirchhof erfolgen – somit eine deutliche Entlastung der Superreichen.
    Zudem lese ich etwas von einer kapitalgedeckten Zusatzrente und der Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge.
    Für wen diese beiden Herren in den Ring steigen ist somit klar. Es ist nicht für „Deutschland“ oder gar die vielen, die in den letzten Jahren benachteiligt wurden.

    Im Theater ist das Weihnachtsmärchen für Kinder schon längst angelaufen. In Anlehnung daran jetzt bei „Fragen an den Autor“ das Märchen für Erwachsene.
    Find ich gut.

  3. Wadimy

    @ Roland Kuntz
    Eine klare Haltung fällt mir, was die beiden Autoren angeht, zugegebenermaßen schwer. Einerseits stimmt das, was Sie schreiben (und selbstredend ist neben der ALFA-Partei auch die AfD eine extrem neoliberal orientierte Partei, also, von ihrer rechtspopulistischen Ausrichtung einmal ganz abgesehen, alles andere als eine „Alternative“ für die eher weniger mit Wohlstand gesegneten Bürger), andererseits muss man sich zur Zeit leider schon fast über jeden freuen, der es wagt, öffentlich den desolaten Zustand der EU und die Rolle Deutschlands dabei anzusprechen.

  4. DAS

    Ich sehe A. Merkel als die Vertreterin einer Super-Koalition aus den großen Parteien, einflussreichen Wirtschaftskreisen, deren Wählern und den Konsumenten. Sie alle hatten stets vor allem das Wirtschaftswachstum als Ziel, dem sie alles untergeordnet haben; Besonders das Wirtschaftswachstum ohne Rücksicht auf die damit verbundenen Zerstörungen unserer biologischen und gesellschaftlichen Lebensbedingungen. Hierzu zähle ich die Einführung des Euro, Öffnung der Grenzen in Europa, die Aufnahme von 3 Mio. muslimischen Gastarbeitern u.v.m. ohne entsprechende Sicherungen wie etwa Staatsinsolvenzen, Absicherung der Außengrenzen, Integrationsregeln usw. Der überwiegend materialistische und zerstörerische Lebensstil der heutigen menschlichen Zivilisation ohne eine funktionierende Ethik für einen nachhaltigen Umgang damit sowie eine fehlende geistig-seelische Weiterentwicklung haben zu einer Radikalisierung der Gesellschaften – insbesondere der Mittel- und Unterschichten – geführt. Diese Entwicklung zeigt sich an zunehmend unethisch handelnden Systemen und Regierungen wie in USA, Russland, der Türkei, Ungarn und anderen.
    Ich gehe davon aus, dass die beiden Autoren diese beschriebenen Entwicklungen zumindest früher mitgetragen und befördert haben. Welche Antworten haben sie heute?
    Die Hintergründe einer solchen Entwicklung sowie die Möglichkeiten eines Gegensteuerns habe ich in meinem Buch, das ich auf meiner Webseite http://ueberleben-wir.de/ vorstelle, erläutert.

  5. Carinha

    Bevor man das folgende Szenario der Bargeldabschaffung in Deutschland auch installieren wird, wird man zunächst die Flüchtlingskrise eskalieren lassen müssen. Denn wer mit dem einen alle Hände voll zu tun hat, kann sich nicht gleichzeitig mit dem Anderen befassen. Und somit wird die Enteignung optimal für die ‚Eliten‘ verlaufen: Der indische Regierungschef Narenda Modi hat den medialen Rummel um die US-Präsidentschafts-wahlen taktisch genutzt, um 1,3 Mrd. Inder um ihr Geldvermögen zu bringen. Um 20.30 Uhr Ortszeit (8. November) verkündete er im Fernsehen, dass alle großen Geldscheine (1000 Rupien und 500 Rupien = ca. 13,5 € resp. ca. 6,8 €) per sofort wertlos sind. Diese großen Scheine machten ca. 80 % des Geldumlaufs aus. Der größte legale Geldschein ist vorerst die 100 Rupien Note (ca. 1,35 €). Besonders perfide: Alte Banknoten dürfen bis zum 30. Dezember 2016 bei Banken und Postämtern umgetauscht werden – aber nur in homöopathischen Dosen und nur bis zu einer sehr geringen Gesamtsumme (ca. 50 €) und nur bei Identifizierung und Registrierung. Wer größere Summen umtauschen will, der muss sein Geld auf ein Bankkonto einzahlen; zu dumm, dass mehr als 42 % aller Inder gar kein Bankkonto besitzen. Was passiert, wenn jemand tatsächlich sein Geld auf ein Bankkonto einzahlt, kann man sich denken. Die Regierung hat schon zuvor gelogen und heftig dementiert, als am 15. September 2016 Gerüchte über eine Bargeldreform aufkamen. Damit das öffentliche Leben nicht völlig zusammenbricht, durfte für 72 Stunden mit den alten Geldscheinen nur noch in Krankenhäusern, an Bahnhöfen, an Flughäfen, an Tankstellen und Friedhöfen bezahlt werden, was dazu führte, dass diese Örtlichkeiten binnen Minuten zu Wechselstuben umfunktioniert wurden. Sie sollten hier im Forum diese Notregelungen nicht belächeln; denn Wirtschaftswissenschaftler in Europa diskutieren für den bevorstehenden „Global Currency Rest“ ähnliche Vorgehensweisen. Die Rede ist zum Beispiel davon, dass bei den größeren Banknoten nur Scheine mit bestimmten Endziffern gültig bleiben, und auch die möchte man schnellstmöglich einkassieren, indem man sie täglich mit einem bestimmten Prozentsatz im Wert verfallen lässt. Mit dieser „Großzügigkeit“ möchte man verhindern, dass die Wirtschaft während der Währungs-reform völlig stillsteht. Also: Nach Zypern haben wir jetzt das nächste Lehrstück studieren können, wie beim „Reset“ vorgegangen werden wird.

  6. Jürgen Kornberger

    Anmerkung zu den Bemerkungen von DAS über „unethisch handelnde Systeme und Regierungen wie in USA, Russland, der Türkei, Ungarn und anderen“. Was ist ethisch an der deutschen Sparpolitik und an der aggressiven Politik des Exportweltmeisters Deutschland? Diese Politik ist geprägt von Egoismus, von Rücksichtslosigkeit und von Ignoranz. Die Wirkung auf die Menschen in den Südländern, denen wir auf diese Weise die kleine industrielle Basis nehmen, dort die Arbeitslosigkeit fördern sowie den Anstieg der Selbstmordrate, als auch die Perspektivlosigkeit für die Jugend dieser Völker, das alles interessiert die Deutschen nicht im mindesten. Stattdessen sind die Deutschen nur scharf darauf, die gut ausgebildeten Arbeitskräfte dieser Völker hier bei uns einzusetzen und auszubeuten. „Deutschland gehört auf die Couch“ sagen die Autoren und haben recht. Und wenn der Patient Deutschland nicht bald geheilt wird, richtet er sich sein eigenes Irrenhaus im Innern durch die Veramung der Massen und den unkontrollierten Zuzug von kulturfremden Emigranten an.

  7. DAS

    @Jürgen Kornberger: Wie Sie oben nachlesen können habe ich auch das deutsche Verhalten nicht als ethisch eingestuft sondern kritisiert. Wollen Sie etwa das Verhalten der USA (etwa Irakkrieg usw.), Russlands (Tschetschenien, Krim usw.), der Türkei (Kurdenkrieg, Demontage vorhandener demokratischer Strukturen usw.) und Ungarns (Diktatur der Mehrheit usw.) als ethisch bezeichnen?

  8. Jürgen Kornberger

    @DAS
    Außer bei Ungarn (demokratisch gewählter Präsident, der das macht und umsetzt was die Mehrheit des Volkes will – was aber Deutschland und der EU nicht paßt und daher hier zu Unrecht verhetzt wird) und Rußland nur in Teilen (Krim war eine demokratische Wahl, die auch widerum nur dem NATO-Westen nicht paßt und die Tschetschen griffen zuerst Dagestan an) stimme ich Ihnen zu.
    Ehrlich wäre von Ihnen (in Ihrer Meinung!) gewesen dann den Satz so zu formulieren: Diese Entwicklung zeigt sich an zunehmend unethisch handelnden Systemen und Regierungen wie in USA, Russland, der Türkei, Ungarn, DEUTSCHLAND und anderen.
    Und zur „Dikatatur der Mehrheit“ in Ungarn hätten Sie (in Ihrer Meinung!) im letzten Posting eherlicherweise dann auch die „Diktatur der Merkelmehrheit in Deutschland aus CDU/CSU/SPD)“ anfügen können. Aber immer nur mit dem Finger auf andere zeigen, macht das eigene egoistische Verhalten keineswegs besser.

  9. Roland Kuntz

    @ Wadimy
    Sie werden von den beiden Herren keine ernsthafte Analyse erwarten dürfen (für mich sind sie Teil des Problems), sondern eine verdrehte und verquere Sichtweise. Die Spielanleitung lautet immer noch: Hetze benachteiligte Gruppen gegeneinander auf.
    Um es deutlich zu sagen: Die Flüchtlinge sind nicht an den vielfach zu niedrigen Löhnen und Renten in Deutschland schuld, auch nicht an der zerschossenen Infrastruktur.
    Und Deutschland als „Retter“ – da bin ich aber neugierig! Als „Zerstörer“ ist es mir viel besser bekannt.

    Gerade ist doch folgendes passiert:
    Mit der Berichterstattung zur Amerika-Wahl haben sich große Teile unserer Presse bis auf die Knochen blamiert, und es geschafft, dies nach der Wahl noch einmal zu toppen.

    Jetzt müsste man sich eigentlich Zeit nehmen, um zu analysieren und einfach mal nachzudenken. Aber es geht munter weiter im gleichen Trott: Wie soll ich mir erklären, dass ein Herr Steinmeier, Vorname bekanntlich Agenda 2010, ernsthaft als Bundespräsident gehandelt wird?

    Und an den Plakatwänden möchte man mir diesen Herrn aus Hannover als Vorbild anpreisen.

  10. DAS

    @Jürgen Kornberger: Solche Auseinandersetzungen wie Sie sie hier führen halte ich für unangemessen; Besonders wenn sie dann etwa mit „ehrlicherweise“ meine Absichten diskreditieren. In diesem Blog kann und sollte jeder seine Meinung zu dem jeweiligen Thema sagen aber nicht „rumprügeln“. Keiner hat die Wahrheit gepachtet – auch Sie nicht.
    Aber zum eigentlichen Thema: A. Merkel setzt eine Politik fort, die schon viel früher mit der Kohl-CDU und Schröder-SPD begonnen hatte. Die beiden Autoren betrachten diese kritisch und ich hatte meine Kritik als Deutscher dazu geäußert; Also durchaus auch mit dem Finger auf uns gezeigt. Was nun die anderen angesprochenen Staaten aus Ihrer Sicht besser machen würden als wir konnte ich Ihren Ausführungen bisher nicht entnehmen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich nicht dort lebe.

  11. Wadimy

    @ Roland Kuntz
    Zu Steinmeier: Den allermeisten Zeitgenossen (und in früheren Zeiten war es wohl ebenso) reicht ein honoriges, gewichtiges Auftreten eines Politikers, um ihn kompetent und glaubwürdig zu finden.

    Steinmeier stand in der Tat, als die Agenda 2010 entstand und die Spitzensteuersätze drastisch gesenkt wurden, in vorderster Reihe der Schröder-Regierung. Und ich kann mich an keine Aussage Steinmeiers erinnern, in der er die Agenda 2010 im Nachhinein auch nur in einem einzigen Punkt relativiert hätte.
    Tja, auch unser künftiger Bundespräsident steht für eine neo-liberale Politik und somit u.a. auch für Spielkasino-Banken, die, wenn sie sich verspekulieren, mit Steuergeldern „gerettet“ werden.

  12. Wadimy

    Mit „Spielkasino-Banken“ meine ich selbstverständlich keine Spielbanken oder Spielcasinos, sondern Banken, zu deren Hauptgeschäft die Spekulation gehört.

  13. Wadimy

    Letzte Bemerkung zum Thema: Wenn Leute, die eine für die Ursachen massenhafter Auswanderung maßgeblich mitverantwortliche westliche und somit auch deutsche Politik unterstützen, dann, wenn den betroffenen Menschen, die zu uns strömen, nach Kräften geholfen wird, von einem deutschen Helfersyndrom sprechen, hat das etwas für mich etwas Ignorantes, ja sogar Zynisches.

  14. Wadimy

    …wobei man getrost annahmen darf, dass diese Herrschaften sich von der oben erwähnten Nahostpolitik des Westens noch rechtzeitig distanziert haben…

  15. Magdalena

    Die Psychologie mit den Wirtschaftswissenschaften zusammen zu tun, hat einen besonderen Reiz für mich.

    Hilflose brauchen Helfer – Helfer können ohne Hilflose nicht existieren.
    Opfer sind auf Tyrannen angewiesen – die Tyrannen auf Opfer.
    Arme Menschen können sich nur dann verstehen wenn es auch reiche Menschen gibt – und umgekehrt.

    Das ist das Pendel das auf „Terra-Firma“ hin und her schwingt. Wenn ich mir vorstelle, dass wir alle auf diesem Pendel sitzen, dann wäre eine Lösung darin zu suchen, am Pendel hinaufzuklettern und aus diesem Dilemma heraus zu kommen.
    Oder anders gesagt: jeder einzelne Mensch übernimmt die Verantwortung für sich allein, in allen Belangen des Lebens.
    Es ist doch immer wieder wohltuend, wenn Menschen sich um Tiere kümmern, anstatt in den Krieg zu ziehen, Gewalt anzuwenden, das Geld verwenden um mehr daraus zu machen.

    Wünsche der Veranstaltung am Sonntag Glück!

  16. Jürgen Schmitt

    Weder noch… Durch unseren großen Bedarf an Rohstoffen, die begrenzt sind, und die wir (die sogenannte westliche Welt) nicht besitzen führen wir Kriege, um weiter Zugang zu den Rohstoffen zu erhalten. Ebenfalls besteht ein Interesse daran unsere Vormachtstellung unserer Wirtschaft zu bewahren. Was wäre denn, wenn Afrika sich entwickeln würde? Entwickeln in der Hinsicht, dass Sie genauso viel exportieren würden wie wir und keine Importe mehr bräuchten. Und diese Produktion nicht von westlichen Firmen, sondern von inländischen Firmen bereitgestellt wird. Oder was wäre, wenn das Öl nicht mehr mit Dollar bezahlt wird, sondern mit der eigenen Währung? Na dann müssten wir das Regieme aber schleunigst zu einer Diktatur erklären und es bekriegen.
    Also ich finde die Debatte eher als Ablenkung von unseren wirklichen Interessen.
    So gesehen gehört Deutschland nicht auf die Couch, sondern auf die Anklagebank…

  17. Thomas Backes

    Ich habe versucht, dem Autor zuzuhören, musste aber bereits nach 10 Minuten kapitulieren.
    Welchen Mehrwert hat dieses Buch für die Gesellschaft?
    Keinen!
    Letztlich ist es nur rechtes populistisches Gedankengut. Auf dem Nährboden von AFD und Pegida wird es auch bestens gedeihen.
    Wir brauchen Menschen, die über das bestehende hinausdenken und für Verbesserung eintreten. Dies tut der Autor nicht. Ganz im Gegenteil spielt er die Verlierer des Systems gegeneinander aus.
    Im Angesicht von den tatsächlichen Problemen dieser Welt, welche wären Überschuldung der Massen, Ungleichheit der Eigentums- und Vermögensverhältnisse, Überbevölkerung und extreme Umweltzerstörung findet der Autor keine Anwort. Diese Problem kann der Nationalstaat nicht bewältigen. Sein Werk ist nur rechtspoplistischer Dünnschieß und eine Gefahr für die Gesellschaft.

  18. Roland Kuntz

    Das hat so angefangen, wie ich es mir vorgestellt habe:
    Entgegen den Vereinbarungen, die mit den Partnern in der EU getroffen wurden hat Deutschland das Inflationsziel und die Grenze für Leistungsbilanzüberschüsse (Exporte) einfach missachtet. Die Arbeitslosigkeit in den Nachbarländern hat Deutschland dadurch mitverursacht.
    Die Partner reiben sich die Augen und fragen sich, warum es keine Sanktionen aus Brüssel gibt.
    Wer soll denn mit solch einem Land zusammenarbeiten wollen?

    Im Falle von Griechenland haben wir sehr schöne Zinsen für unsere Kredite eingefahren. Nennt man das jetzt Hilfe?
    Geholfen haben wir den Spekulanten.

    Also TTIP brauchen wir unbedingt, weil wir Exportweltmeister sind? Das scheint ja eine Art Naturgesetz zu sein?! Hat der Herr Professor noch immer nicht kapiert, was es mit dem Titel auf sich hat? Das Spiel ist bald vorbei, 2017 wird in Frankreich gewählt. Und dann stehen wir wie der Depp da, der wir sind.

    Das große Kapital ist doch schon in Afrika und hat dort die kleinen Strukturen vor Ort zerstört. Das sind auch die Auswirkungen von Freihandel.

    Und natürlich wird Friedrich Merz als Lichtfigur angesehen, denn er wäre ein Garant von einem niedrigen Spitzensteuersatz. Der Staat muss also weiter geschwächt werden?
    Noch interessanter ist die Tatsache, dass er Aufsichtsratspräsident der Heuschrecke Blackrock ist.

    Ich bin eher der Meinung, dass der Herr Professor einiges von Frau Wagenknecht lernen könnte.

    Gut dagegengehalten von Herrn Albers. Und ich sehe meine Befürchtung einer Märchenerzählung weitgehend bestätigt.

  19. Elke Schumacher

    Liebe Dauerkommentatoren,
    ich mag diesen oft sehr informativen, engagierten, manchmal erheiternden, ab und an auch ärgerlichen Blog sehr: Trotzdem muss ich jetzt mal meinem seit einigen Wochen anwachsenden Impuls nachgeben und meine Kritik äußern. Das ist m.E. kein Forum für endlose Vorträge. Und auch keines für ständige Hinweise auf eigene Website und Buchveröffentlichung. Auch die Versuchung, das erste und letzte Wort zu haben, ist verständlich, aber ebenso wie häufig folgende Erklärungshinweise der eigenen Ansichten (Spielkasino-Hinweis z.B.) ermüdend. Wie wäre es, das eigene Ego mal ein bisschen runterzufahren?
    Denkt mal drüber nach.

  20. Edith Schmeer

    Ich hätte Herrn Prof. S. gern die Frage gestellt, wer (oder welche ‚Kreise‘) ganz konkret und persönlich für die ständige Verunglimpfung als Populisten, Rechte und Alt-Nazis derjenigen Bürger veranwortlich ist (bez. sind), die nichts als die Besorgnis darüber äußern, daß die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin am Ende dem Gemeinwesen aller Bürger t zu einem derzeit nicht annähernd zu überblickenden Schaden führen könnte. Was Herrn Albers betrifft, scheint bei ihm offensichtlich, langsam zwar, ein Umdenken eingesetzt zu haben.

  21. Edith Schmeer

    .. na da haben wir doch schon eine/n, Frau/Herr Zensor.. Verleumdung durch ‚löschen‘ des unbequemen….

  22. Wadimy

    Liebe Elke Schumacher,
    wie wäre es, wenn sich hier (noch) mehr Zeitgenossen aktiv beteiligen würden? – Zumindest meine Beiträge würden dann in Zahl und Umfang deutlich zurückgehen.

    Schönen Sonntag noch.

  23. DAS

    @Elke Schumacher: Wenn ich auf mein Buch verweise kann ich meine Beiträge kurz halten und brauche keine „endlose Vorträge“ . Aber: Wie sollten die Beiträge in diesem Blog nach Ihrer Meinung denn sein? Was erwarten Sie? Etwas konkreter könnte helfen.

  24. Edith Schmeer

    …lügen, löschen, verleumden… ihr Gutmenschen seid die würdigen Nachfolger von Stasi und Gestapo…
    .. und spart Euch um Gotteswillen das Gesülze von der Kontrolle vor der Veröffentlichung

  25. Elke Schumacher

    Lieber „Wadimy“ und „DAS“,

    danke für die Antworten. Ich hoffe, Sie haben auch den Anfang meiner Kritik gelesen, wo ich die oft sehr informativen Beiträge lobte. Und auch manche Diskussion hin und her ist sehr aufschlussreich.
    Natürlich wäre es erfreulich, wenn mehr Personen sich beteiligen würden. Aber wenn bereits montags die neue Diskussionsrunde beginnt – für ein Buch, das erst am Sonntag darauf vorgestellt wird – ist mir das too much. Vielleicht wäre eine Art Diskussionsgruppe oder Kurs an Uni oder VHS , Vorschlag: „Literatur im Gespräch“, dafür ideal, aber den blog hier hätte ich gern konkreter an die tatsächliche Sendung angebunden. Dazu gab es diesmal nur 3 Beiträge, zählen sie selbst, wie viele im Vorfeld…
    Und, pardon, manchmal ist der Ton doch ein wenig oberlehrerhaft, was auch abschrecken kann, seine Meinung hier kundzutun, wie ich aus Gesprächen mit anderen regelmäßigen Sendungshörern weiß. Zumal wenn es (gefühlt) fast immer die gleichen sind, die teilnehmen, egal, welches Buch und welches Thema zur Debatte steht.
    Was ganz anderes: Wie ist es mit der neuen Sendezeit? Ich habe Probleme, habe sehr viel zu tun um diese Zeit, und die Sendung später im Podcast zu hören, ist leider einfach nicht dasselbe. Und zu einer der Veranstaltungen zu fahren wie z.B. neulich in Homburg, was für uns 1 Stunde Fahrt bedeuten würde pro Strecke, wird so früh ganz unmöglich. Herr Dr. Albers hat damit kein Problem, aber er gibt die Sendung ja auch ab… Wie ist es für Sie, und damit meine ich alle Kommentatoren, nicht nur Sie beide.
    Eine gute Woche und bis nächsten Sonntag!

  26. Wadimy

    Liebe Elke Schumacher,

    danke für Ihre freundliche, offene Rückantwort.

    Zur Sendezeit: Die alte lag auch mir mehr; die Sendung höre ich in letzter Zeit immer häufiger nur noch per Podcast, und zu zu telefonischen Beiträgen kann ich mich jetzt kaum mehr aufraffen. (Ideal wäre wohl 10 Uhr gewesen, aber um diese Zeit wird ja der Gottesdienst übertragen – und den zu verschieben, stand höchstwahrscheinlich nie ernsthaft zur Debatte…)

    Auch Ihnen eine gute Woche!

  27. Magdalena

    War jemand zur Sendung in der Glückauf-Halle anwesend?

    Die Stimmung im Vorfeld der Veranstaltung hat mich vom direkten Dabeisein abgehalten. Dass es dann zu einer insgesamt gelassenen Vorstellung kam, habe ich erleichtert mitgehört.

    Die Professoren haben ein altes Denken, das zu weit in der Vergangenheit angesiedelt ist. Das Wort „Verantwortungsethik“ wurde genannt und soll das Handeln in Politik und Wirtschaft – u.a. – beschreiben. Aber ist nicht jeder Mensch erst durch sein Handeln schlauer geworden und durch Versuch und Irrtum auch? Neue Ideen was die Ökonomie für Deutschland in Verbindung mit der ganzen Welt anbelangt, so sind zu viele unterschiedliche Bewusstseinsströme am Werk, was ich wichtig finde.

    Die Einen sehen im Lernen ihr Lebensziel, die Anderen im Arbeiten um Geld zu verdienen.
    Die Meinungsfreiheit ist auch in diesem Blog gewahrt.

  28. DAS

    Ich war in Elversberg – mit anderen ca. 50. Herr Starbatty bemühte eher seine „Stammtischparolen“ als dass er Erhellendes beitrug. Auf die Frage nach seine Einschätzung der CDU-Politik der letzten Jahrzehnte sowie dem Weg, wie die Verantwortungsethik umgesetzt werden könnte, hatte er keine Antworten. Herr Henkel war nicht dabei.

  29. Magdalena

    Danke DAS für diese Antwort mit Info!

    Gab es denn tatsächlich eine Diskusion nach der Live-Sendung?
    Sind das oben die Inhalte davon? (Bereits in der Sendung hatte er keine Umsetzungen der Verantwortungsethik geäußert.)

    Es kommt ja darauf an welche Fragen gestellt wurden.

  30. DAS

    @ Magdalenea: Nein, nach der Sendung gab es keine Diskussion.

  31. Elke Schumacher

    Lieber Wadimy,

    ebenfalls ein herzliches Danke! Ja, am Gottesdienstzeitpunkt wird wohl nicht so schnell gerüttelt. Fragen an den Autor hat seit vielen Jahrzehnten Kult-Charakter und bisher sich behauptet, hoffen wir, dass es so bleibt.

    zu Magdalena und DAS: Interessant, dass es nach der Sendung „Umtrunk und Brunch“ gab. Ob das der“ Befriedung“ dienen sollte oder allgemein eingeführt wird? Ca. 50 Teilnehmer sind nicht viel.

  32. Stefan Siffrin

    Die Bemerkung des Autors zur Verfügbarkeit von Zeitungen in China stimmt so nicht ganz. Für die Printmedien ist das richtig, wobei beispielsweise in Hong Kong die gängigen Zeitschriften erhältlich sind.
    Online sind die meisten Zeitungen – so auch dieser Blog – les- und nutzbar.
    Eine Ausnahme bildet lediglich die „New York Times“, welche nicht aufrufbar ist.

  33. Magdalena

    Wichtig dies zu wissen! Danke Stefan Siffrin.

    Wenn Menschen sich äußern da sie neue eigene Erfahrungen zu Themen haben, finde ich dies sehr bereichernd.

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