Die Briten und der Brexit

Johann-Guenther_Koenig100~_v-sr__169__900Kaum einer hatte damit gerechnet, dass die Briten wirklich für einen Austritt aus der EU stimmen würden. Warum haben sie es mehrheitlich doch getan?

Haben die „Aussteiger“ Europa für die Fehler ihrer eigenen Regierung verantwortlich gemacht? Führte die neoliberale Politik von Sparen und Privatisieren in die Krise?

Sind nun weitere Absetzmanöver aus der EU zu befürchten? Verlieren noch mehr Bürger das Vertrauen zu „Brüssel“? Gibt es auch positive Folgen des „Brexit“?

Johann-Günther König: „Die spinnen, die Briten. Das Buch zum Brexit“.

Schreiben Sie Ihren Kommentar, Ihre Meinung zur Sendung am Sonntag, 11.9.

um 9.04 Uhr!

 

37 Kommentare zu “Die Briten und der Brexit”

  1. Wadimy

    Die Zahl der Briten, die aus Unmut und Politikverdrossenheit heraus für den EU-Austritt gestimmt haben, anschließend jedoch über das Abstimmungsergebnis überrascht und erschrocken waren, dürfte mit einiger Wahrscheinlichkeit so groß sein, dass das Ergebnis bei einer Wiederholung der Wahl ein anderes wäre. Trotzdem: Es liegt in dem Votum der Briten, die ja die EU-Einheitswährung gar nicht erst einführten, eine gewisse Konsequenz.

    Cameron hat hoch gepokert und verloren. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten Volksabstimmungen zum gleichen Thema stattfinden könnten, ist nach dem britischen „Debakel“ noch geringer geworden als sie vorher schon war.

    Der letztlich unausweichliche Zerfall der derzeitigen EU wird von unseren „weisen“ Staatslenkern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln so lange hinausgeschoben, wie es nur irgend geht. Finanziert wird das Ganze nicht auf Kosten von Milliardären, von Banken, oder Großkonzernen, sondern des immer mehr ausblutenden Mittelstandes unseres Landes.

  2. Carinha

    …Die spinnen, die Briten…
    NEIN! Ganz und gar nicht! Woran erkennt man, ob sich hinter dem Austritt Englands aus der EU, sprich dem Brexit, nicht ein von Anfang an gezielter, raffinierter Schachzug der angloamerikanischen Machthaber verbirgt? Ganz einfach: Wenn die Oppositionspartei UKIP den EU-Austritt tatsächlich auf eigene Faust, das heißt gegen den Willen sowohl der englischen, als auch der amerikanischen Regierung erkämpft hätte, dann würden UKIP und alle, die sich schon vor dem Brexit als Gegner der EU präsentierten, weiterhin und jetzt sogar noch stärker bekämpft werden. Wenn es jedoch um UKIP plötzlich ruhig wird, dann sollte man die Herkunft und Geschichte Englands bedenken: Gerade England war es ja, das unter Mithilfe der USA die EU und den Euro überhaupt erst ins Leben gerufen hat. Und ausgerechnet dieses Gründervolk hat selbst zu keinem Zeitpunkt den Euro übernommen! Zudem war England vor nicht langer Zeit noch eine unbeugsame Weltmacht, ja, sogar die größte Kolonialmacht der Geschichte. Wie ein Kleptomane ohne schmerzhafte Therapie nicht von heute auf morgen von seinen Diebstählen abläßt, so wird auch aus einem räuberischen Staat nicht über Nacht ein moderater Partner. Die Institution EU dient und diente den anglo-amerikanischen Schattenregierungen in den USA und in England ausschließlich als eine Art Kelter, mit der sie alle europäischen Rivalen gründlich auspresst. Wie so etwas geht? Ganz einfach: Man werfe alle schon absichtlich verarmten Nationen mit den noch wohlhabenden Nationen zusammen in die Kelterpresse der europäischen Schicksalsgemeinschaft. Dort blute man sie langsam, aber sicher aus, bis kein ernsthafter Widerstand mehr von ihnen zu erwarten ist. Nun entzieht sich England mit seinem EU-Austritt nicht nur dem zuvor selber inszenierten EU-Schuldentopf, sondern auch den vermutlich erst noch so richtig anschwellenden Flüchtlingsströmen. Wenn dann auch noch Frankreich seine finanzielle Beisteuer unter Marie Le Pen entziehen sollte und dasselbe wie England täte, würde der Untergang Rest-Europas zur ‚alternativlosen‘ Geschichte werden. Allen voran wird Deutschland als ausgesuchtes Auffanglager der Flüchtlinge und Zahlmeister aller Schulden der EU-Südländer dienen. Das ist auch so beabsichtigt. Denn Deutschland ist für die nach der alleinigen Weltherrschaft strebende Schattenregierung (Deepstate) vor allem in den USA, in England und in Israel das gefürchtetste Land Europas. Darum darf die BRD gemäß bestehender Verträge ihrer Besitzermächte schon gar nicht erst die Frage stellen, aus der EU austreten zu dürfen. Mit dieser Strategie ist Deutschland über seine BRD-Vasallen-Regierung im Dienste der Siegermächte, als stärkster Feind auf Dauer gebannt und seine Bevölkerung zahlt die immer höher werdenden absurdesten Steuern, die man sich denken kann und denkt sich noch nicht einmal etwas dabei (Hundesteuer, Regensteuer, kein Parkplatz ohne Parkuhr, Blitzerampelwald usw.) Wer zieht denn in den Krieg und zahlt sich selbst den Sold? Wer pflanzt einen Weinberg und ißt
    nicht selbst von seiner Frucht? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht selbst von der Milch der Herde? Ist es der Ochse, an dem Gott nichts liegt? Nein! Es ist der Deutsche, an dem den Besatzern und Ausbeutern überhaupt nichts liegt. So macht man das, wenn man die militärische Macht besitzt und eine trojanische Marionettenregierung befehligen kann!

  3. Magdalena

    Nun, ich kannte mal Bauern, die die Kartoffeln von ihrem Acker verkauften, aber die hinter dem Haus im Garten gepflanzen, selber aßen.

    All das kann so gesehen werden wie oben geschildert, aber die Menschen haben gewählt in GB, warum sollte eines Volksabstimmung nicht ehrlich sein?

    Mich interessieren die vier Pfeiler der englischen Gesellschaft, die eingebrochen sind, wie zur Inhaltsangabe des Buches zu lesen ist. Um was handelt es sich dabei?

  4. Carinha

    …All das kann so gesehen werden wie oben geschildert, aber die Menschen haben gewählt in GB, warum sollte eines Volksabstimmung nicht ehrlich sein?…
    Sie war ehrlich! Und die Wahl wurde sofort anerkannt, während andere Völker wählen dürfen was sie wollen und nichts ändert sich, siehe Griechenland, oder sie dürfen so lange wählen, bis sie das „Richtige“ wählen.
    Auffallend in Engeland war, daß die gesamte Murdoch-Presse – und das ist die ‚Elite‘ – für den BREXIT getrommelt hat. Zitat der Zeit:“Nach dem Brexit ist einer wirklich zufrieden: Rupert Murdoch. Dessen Boulevardblätter haben wie die meisten Zeitungen über Jahre gegen die EU agitiert.“ So haben die Engländer nur auf eines gehört, nämlich auf das Medientrommelwerk ihrer Presse sowie es die meisten Deutschen auch tun. Und niemals würde sich ein Herr Rupert Murdoch gegen die Vorgaben von Georg Soros, Jakob Rothschild und David Rockerfeller stellen.

  5. Klausilein

    „Und niemals würde sich ein Herr Rupert Murdoch gegen die Vorgaben von Georg Soros, Jakob Rothschild und David Rockerfeller stellen.“
    Doch, tut er. Denn die alten Machtstrukturen brechen nun zusammen.
    Es heißt nun, rette sich wer kann. Der Kopf der Archonten befindet sich nicht mehr auf der Erde. Die Elite hat nun ihre Führung verloren. Und das sind alles sehr gute Nachrichten.

  6. Wadimy

    @ Carinha
    „Nun entzieht sich England mit seinem EU-Austritt nicht nur dem zuvor selber inszenierten EU-Schuldentopf, sondern auch den vermutlich erst noch so richtig anschwellenden Flüchtlingsströmen. Wenn dann auch noch Frankreich seine finanzielle Beisteuer unter Marie Le Pen entziehen sollte und dasselbe wie England täte, würde der Untergang Rest-Europas zur ‚alternativlosen‘ Geschichte werden. Allen voran wird Deutschland als ausgesuchtes Auffanglager der Flüchtlinge und Zahlmeister aller Schulden der EU-Südländer dienen. Das ist auch so beabsichtigt.“

    Zwar ziemlich spekulativ, aber keineswegs völlig unplausibel.

  7. Carinha

    Offensichtlich reichte es den englischen Herrschern (hier ist nicht die Downing Street N° 10 gemeint) sich von der großkotzigen US-Administration weiter auf der Nase herum tanzen zulassen (Flüchtlinge, EU-Zahlungen, Ukrainepolitik, Sanktionen gegen Rußland und andere „mißliebige“ Staaten der USA, die sich aber daran selbst ihres Vorteils Willen nicht hielten usw.), insbesondere aber auch, was das grundsätzliche Sagen über die NATO-Strategie betrifft; denn die Befehlsgewalt über die NATO hatten früher England und die USA paritätisch inne, und in den letzten Jahre wollte „der US-Cowboy“, der alle seine Macht ursprünglich aus England bekam, in grenzenloser Arroganz alleine bestimmen. Der BREXIT war die logische Folge; denn die EU ist nichts anderes als die andere Seite der NATO-Medaille und alles andere als ein Friedenszusammenschluß. Nur durch den BREXIT könnte England noch einmal zu einer großen Macht aufsteigen, wenn es sich aus dem Diktat der USA löst, um neue Bündnisse gemeinsam mit seinen Commenwealth-Staaten mit den jetzt aufstrebenden Mächten (China, Indien, Rußland) einzugehen. Die große Zeit der USA ist bald vorbei. Nur Deutschland alleine wird nicht mehr in der Lage sein, den gewaltigen Militärhaushalt der USA zu finanzieren. In absehbarer Zeit wird der Dollar/Euro-Niedergang kommen, infolge dessen dann ein neuer amerikanische Bürgerkrieg, weiß (White Trash) gegen schwarz losgetreten wird (The Hunger fight), und dann ist es vorbei mit den USA. Die Pyramide der Macht wird neu geordnet werden und entsteht an einem anderen Platz dieser Erde. Besser werden wird es für uns dadurch aber wohl kaum.
    @Klausilein
    …Der Kopf der Archonten befindet sich nicht mehr auf der Erde…
    Wie heißt dieser Kopf der Archonten und in welchem Sternbild befindet er sich jetzt, falls Du das weißt.

  8. Klausilein

    Wenn ich darauf antworten würde, bekäme ich wieder eine Rüge von ganz oben, 🙂
    Und das zu Recht, denn das passt wirklich nicht hier rein. Aber wenns dich wirklich interessiert, dann google nach den Whistleblowern „Cobra“, und Corey Goode. Man muß aber schon sehr offen für solche Infos sein. Also nicht für Jedermann. Ich wollt eigentlich nicht mehr hier schreiben, aber es hat mich wieder gejuckt. 🙂

  9. Jürgen Engel

    Nun, der Austritt war töricht, aber die Folgen werden überschätzt. Töricht deshalb, weil der Machtblock EU ( und USA im Hintergrund ) gegenüber einem einzelnen Staat bei den daraus resultierenden Neuverhandlungen am längeren Hebel sitzt und somit verhindern kann/muss,um Nachahmer abzuschrecken, dass daraus ein Erfolgsmodell wird. Dazu muss die EU sich nicht einmal die Finger schmutzig machen, weil GB vermutlich vorübergehend von selbst in eine Rezession schlittert. Natürlich wirkt sich das auch negativ auf die EU-Ökonomie aus, aber die Abschreckung ist wichtiger. Mittel- und langfristig hat natürlich niemand ein Interesse an einem sozioökonomisch schwachen England. Deshalb stelle ich mir folgendes Szenario vor: Zunächst schaut man mit Genugtuung zu, wie England in eine Rezession schlittert, trotz negativer Effekte für die europäische Ökonomie ( nachhelfen braucht man wohl nicht, man tut aber auch nix dagegen ), denn abgesehen vom Abschreckungseffekt würden steigende Arbeitslosigkeit, womöglich gar soziale Unruhen England zum Erfolg bei Neuverhandlungen mit der EU verdammen, womit es deren Forderungen völlig ausgeliefert ist. Auf diese Weise könnte die EU während der Verhandlungsphase wieder in die inneren Angelegenheiten Englands hineinregieren, wenn sie einen für England ökonomisch günstigen Vertragsabschluss an Bedingungen knüpft ( Sozial, Umweltstandards,
    Ausländerpoilitk ). Genau das wird auch geschehen und der Premierministerin bleibt, um möglichst rasch aus der Rezession zu kommen nichts anderes übrig als mitzuspielen. Selbstverständlich wird sie die Gesetzesänderungen, die sie natürlich zeitversetzt machen dürfte, dem Volk als eigene Politik verkaufen. Die UKIP-Leute werden zwar darauf hinweisen, dass man quasi durch die Hntertür wieder zum „Vasallen“ der EU geworden ist. Doch: So what? Mehr als austreten kann man nicht.
    Die EU wiederum präsentiert sich als Retter in der Not und verweist dabei unermüdlich auf die negativen Folgen eines Austritts.
    Wer nun meint England könnte sich dem entziehen, indem es mit dem Rest der Welt alle möglichen „hemmungslosen“ Freihandelsabkommen unterzeichnet ist naiv. Denn erstens lassen sich Handelssröme von Heute auf Morgen nicht umlenken und zweitens hat auch der Rest der Welt nichts zu verschenken, erst recht nicht, wenn offensichtlich ist unter welchem Druck England steht.
    Am Ende ist also alles wieder ein bisschen so wie vorher, nur der Phänotyp, die äußere Erscheinungsform hat sich geändert.

  10. Dieter Schwarz

    Achtung Satire:
    In der Schweiz kann man sich gerade ansehen, wie schlecht es Ländern geht, die nicht in der EU sind, und in Griechenland, Portugal und Spanien kann man sich ansehen, wie gut es Ländern geht, die in der EU sind. Mann, was sind die Briten dumm, für den EU-Austritt zu stimmen. Und jetzt soll mir bitte keiner damit kommen, dass sich in Griechenland die Selbstmordrate verdreifacht und die Säuglingssterblichkeit vervierfacht hat und das tausende Menschen sterben, da sie durch das kaputtgesparte Gesundheitssytem nicht mehr versorgt werden können. Diese Menschen müssen eben einfach unseren neuen Göttern – den Märkten – geopfert werden. Aber die dummen Briten sind einfach nicht ausreichend vernunftbegabt, um das verstehen zu können. So werden sie ihr „blaues“ Wunder erleben. Nach der Eintreten der englischen Rezession präsentiert sich die EU als Retter in der Not, vergriechenlandet die Engländer und verweist dabei unermüdlich auf die negativen Folgen eines Austritts. Achtung Ende der Satire.
    Nach meiner Meinung war der BREXIT für England das beste was dem Land passieren konnte. Für die verbleibenden EU-Staaten ist der BREXIT natürlich schlecht.

  11. Dieter Schwarz

    Schauen wir uns doch einmal an, was Jean-Claude Juncker im EU-Parlament zum BREXIT sagte und schließen wir damit den Bogen zu den Aussagen von Klausilein und Licht: „Das britische Votum hat einige von unseren zahlreichen Flügeln abgeschnitten, aber wir fliegen weiter. Wir werden unseren Flug Richtung Zukunft nicht abbrechen. Der Horizont erwartet uns, und wir fliegen in Richtung der Horizonte, und diese Horizonte sind die von Europa und des ganzen Planeten. Sie müssen wissen, dass jene, die uns von weitem beobachten, beunruhigt sind. Ich habe gesehen und gehört, dass Führer anderer Planeten beunruhigt sind, weil sie sich dafür interessieren, welchen Weg die Europäische Union künftig einschlagen wird. Und deshalb sollten wir die Europäer und jene, die uns von außen beobachten, beruhigen.“

  12. Wolf

    Hier wurde nun ja schon viel Wahres geschrieben, bzw. es wurden Texte von Seiten der wahrhaft Wissenden kopiert, von Jürgen Engels Desinformationsversuchen mal abgesehen, die ich hier mal wohlmeinend übersehe – es glaubt ihm ja doch keiner.

    Mir bleibt da nur noch auf das Datum der Brexit-Entscheidung hinzuweisen: es war der DREIUNDZWANZIGSTE (in Ziffern: 23) Juni, womit sich auch hier die Illuminaten wieder so klar wie schamlos zu erkennen gegeben haben.

    Der Brexit ist der Höhepunkt eines uralten Plans, der mit der Einleitung einer massiven Klimaerwärmung (Umlenkung des Golfstroms) vor rund 10.000 Jahren begann. Als Folge dieser Klimaerwärmung stieg der Meeresspiegel um gut 100 Meter und ließ die liebliche, von noch viel viel lieblicheren Hobbits bewohnte Auenlandschaft, Mittelerde genannt, in den Wassern des Atlantiks versinken. Dadurch wurde Mordor, das wir heute als England/Wales/Schottland kennen, vom Kontinent getrennt.

    Mit dem Brexit vollenden nun also die Illuminaten politisch, was sie geographisch vor Jahrtausenden begonnen haben.

    Weiterhin sorgen sie kontinuierlich und mit einer bemerkenswerten Weitsicht und Geduld durch die Kontinentaldrift dafür, dass sich der abtrünnige amerikanische Kontinent weiter von Europa entfernt (und mit China kollidiert), während sie den afrikanischen Kontinent von unten in Europa hineinrammen (siehe Erdbeben in Italien), so dass die afrikanischen und vorderasiatischen kulturfremden Massen ohne Risiko und trockenen Fußes wie zuletzt nur zu Zeiten der messinischen Salinitätskrise deutsches Kulturgebiet überschwemmen können.

    Leider ist abzusehen, dass der Autor am Sonntag zu diesem Wissen nichts weiter beizutragen haben wird, da er in seinem Werdegang weder eine Lehre zum Automechaniker noch eine Türsteher- oder Polizistentätigkeit nachzuweisen hat und er somit nicht einmal für eine Veröffentlichung im Kopp-Fach-Verlag in Frage kommt.

  13. Jürgen Kornberger

    Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung 3 Stufen:
    in der 1. wird es lächerlich gemacht,
    in der 2. wird es bekämpft,
    in der 3. gilt es als selbstverständlich! (Arthur Schopenhauer)

    Herr Wolf scheint unfähig aus der ersten Stufe herauszukommen. Dafür zeugen vielerlei Kommentare zu den letzten Buchbesprechungen. Wenn die Diffamierung mit ‚Rechtspopulisten‘ und ‚Verschwörungstheoretikern‘ anscheinend nicht mehr zu der gewünschten Wirkung zu kommen scheint, dann müssen zwar durchaus vom Inhalt her gesehen diskussionswürdige, aber von der Sichtweise nicht uninteressante und eigentlich überwiegend sachliche Beiträge verschiedener Poster ins Lächerliche gezogen werden. Hier ein paar Beispiele:
    a) Idiotenpool der Internet-Foren
    b) meine Güte, was ging da in den Schulen ab, in den Jahrzehnten vor meiner Schulzeit? Ich finde das vollkommen irre, im Blog einer Sendereihe in deren Zuhörerschaft man eigentlich doch halbwegs intelligenz- und empathiebegabte Menschen vermuten würde‘.
    c) Sie (wie andere Rechtspopulisten auch) bauen hier ständig irgendwelche Popanze auf.
    d) Bei einer Freigabe des Dopings würden letztlich wohl übelste SF-Dystopien a la Rollerball und The Hunger Games wahr werden.
    e) Verschwörungstheorien und rechte Esoterik sind auch so eine Art Religion, die wir ertragen müssen.
    f) Leider kann ich Beiträge, die rechts, rechtslastig ‚ antisemitisch, verschwörungstheoretisch sind nur als rechts, rechtslastig ‚ antisemitisch, und verschwörungstheoretisch bezeichnen.
    g) Das nervt langsam auch, hier dauernd gegen von Rechtspopulisten aufgebaute Popanze anschreiben zu müssen.
    h) Das sind natürlich alles Aspekte, die den Schwarzweißdenkern und Rechtpopulisten am Allerwertesten vorbeigehen.
    i) Überhaupt, wo ordnen sich Pikachu und Co. im rechten Verschwöreruniversum ein? Gibt’s da von den braunen Vordenkern schon Theorien? Werden wir womöglich in der anderen Realität alle durch Pokemons ersetzt? Uns wird erzählt, Merkel sei im Urlaub in Südtirol. In Wirklichkeit wirbt sie da Pokémons an, die sie alle über die Alpen nach Deutschland bringen will.
    j) Ewig die gleichen dummen rechtspopulistischen bis rechtsextremen Textbausteine, die von Forum zu Forum, Kommentarseite zu Kommentarseite kopiert werden.
    k) Was fehlt bei euch Rechten im Hirn?
    l) Wenn ich zum Beispiel um mich herum nur sogenannte rechte Brandstifter erkennen kann.
    Weitere „geistige“ Ergüsse erspare ich mir. Jetzt kommt also ‚Mittelerde‘, ‚die Hobbits‘, ‚Mordor‘ und ‚Jürgen Engels Desonformationsversuche‘ an die Reihe. Aber ein Zitat darf ich noch bringen, weil es einfach zu ’schön‘ ist: „Natürlich begegnen einem immer wieder Dinge, die man mit dem Verstand nicht fassen kann – das heißt aber nicht, dass sie nicht mit dem Verstand zu fassen wären, wenn man denn nur genug davon hätte.“

    Mir scheint es so, daß Herr Wolf ein ‚Gutmensch‘ ist, der sich eine ideale Welt erträumt hat und sich einredet diese – falls sie noch nicht ganz perfekt sein sollte – mit allen Mitteln herbeizuführen zu können. Da kann auf Meinungsfreiheit natürlich keine Rücksicht mehr genommen werden. Zur Not muß man da auch diktatorisch vorgehen, wenn es nicht anders zu machen ist; denn es geht um nichts weniger als die Homogenisierung der gesamten Menscheit. ‚Gutmenschen‘ verhalten sich dabei realitätsfremd, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, in dem sie jeden, der nicht ihre Ansicht teilt, zum Bösen in Menschengestalt erklären. Und solchen Bösen in Menschengestalt muß man halt so lange über den Mund fahren und ihre Internetforen löschen, bis sie endlich still sind, nur noch die systemkonforme Meinung gilt und dann die erträumte ‚gute‘ Welt Einzug hält. Denn eines ist bei ‚Gutmenschen‘ unumstößlich sicher: Alle Menschen sind gleich, und alle Menschen sind gut!

  14. Wolf

    Sie haben das schön zusammengefasst, Herr Kornberger, dafür vielen Dank.

    Ts, jetzt auch noch Schopenhauer …

    Ich hätte da auch noch ein Zitat von Schopenhauer:

    „Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen. (…) Übrigens überwiegt die Individualität bei Weitem die Nationalität, und in einem gegebenen Menschen verdient jene tausend Mal mehr Berücksichtigung, als diese.“

    Ich erkläre niemanden zum ‚Bösen in Menschengestalt‘ – ich sehe bei den Verschwörungstheoretikern eher das Blöde in Menschengestalt. Ich folge da Bonhoeffer, der schrieb:

    „Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit.
    Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich
    bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das
    Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem
    es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen
    die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit
    Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten (…)“

    Aber selbst Bonhoeffer lässt sich zitatemäßig von den Rechten umdrehen, so wie sie das mit Schopenhauer, Brecht, Tucholsky, Orwell, Max Frisch usw. tun und was ihnen leider leicht durchgeht, wenn sie damit nicht auf Menschen treffen, die wenigstens über ein Minimum an Bildung verfügen. Seufz.

    Besonders schlimm finde ich aber auch, dass in jeder Verschwörungstheorie ein Kern Wahrheit steckt, der dann aber in so viel wirrer Kacke eingebettet daherkommt, dass man ihn nur angwidert wegweisen kann/will, statt sich eingehender damit zu beschäftigen. Damit spielen die Verschwörungstheoretiker nur das Spiel der Mächtigen und wäre ich Verschwörungstheoretiker-Verschwörungstheoretiker, würde ich mich fragen, ob diese Irren nicht gezielt von den Geld- und Machteliten dieser Welt auf die Menschheit losgelassen werden, um vor den wahren Problemen und Ungerechtigkeiten abzulenken, die weder mit britischen noch germanischen Insel- und Abschottungsphantasien, sondern nur noch durch globale Zusammenarbeit zu lösen sein werden.

    Ich bin es nicht, der sich eine ideale Welt erträumt – das ist vollkommen sinnlos, da bin ich ganz bei Schopenhauer.

    Es gibt da diesen netten Witz von Watzlawick:

    „Ein Betrunkener sucht unter einer Straßenlaterne seinen Schlüssel. Ein Polizist hilft ihm bei der Suche. Als der Polizist nach langem Suchen wissen will, ob der Mann sicher sei, den Schlüssel hier verloren zu haben, antwortet jener: „Nein, nicht hier, sondern dort hinten – aber dort ist es viel zu finster.“

    Der erklärt m.E. das Verhalten der Rechtspopulisten hier ganz gut. Da es viel zu anstrengend, verwirrend, selbstkritisch und oft antinomisch ist, die echten Probleme in dieser Welt anzuschauen (das würde zudem auch noch auf Teilen und Verzicht hinauslaufen), projiziert man alle Ängste in ein dubioses, scheinbar leicht identifizierbares Böses „USA, GB, Israel, Soros, Jakob Rothschild und David Rockerfeller“ (s.o. Carinha – nur gut, dass der niemanden zum ‚Bösen in Menschengestalt‘ erklärt …) und schlägt kräftig drauf ein.

  15. Wadimy

    @ Wolf
    Sie dürften wissen, dass ich Ihre Beiträge im Grunde schätze. Auch ich finde den von Ihnen zitierten Ausspruch Schopenhauers völlig zutreffend.

    Ebenso finde ich den tatsächlichen Rechtspopulismus schlimm, wobei ich allerdings ablehne, alle, die die Einwanderungszahlen und den steigenden Einfluss des Islam in unseren westlichen Gesellschaften mit Sorge sehen, in die rechte Ecke zu stellen. Das hilft weder der Diskussion, noch der Reputation dessen, der dies immer wieder tut.

  16. Klausilein

    Ich bin dafür, Wolf wegen Themaverfehlung und Humorlosikeit auszuschließen.
    🙂 🙂 🙂
    Der Mensch braucht gesunde Wurzeln in Form von Tradition und Zugehörigkeit zu einem Volk. Wenn ihm das genommen wird, wird er leicht zum Spielball der möchtegern Mächtigen. Und nun zum Thema zurück, die Briten sind dabei, sich das Genommene wieder zurückzuholen. Und das passt bestimmten Kreisen überhaupt nicht. Schon wieder hat es mich gejuckt zu schreiben. Nun aber bin ich still. Vielleicht. 🙂 Ich greife hier auch niemanden an, sondern ich teile meinen Standpunkt. Punkt. Ohne intellektuelle Ergüsse.

  17. Wadimy

    @ Kausilien
    „…sondern ich teile meinen Standpunkt.“ – Beruhigend, dass Sie immerhin Ihren eigenen Standpunkt teilen.
    „Ohne intellektuelle Ergüsse“. – Stimmt! 😉

  18. Klausilein

    Das war aber fresch. 🙂
    Noch ein kleiner Nachtrag. Ohne seine Wurzel kann der Mensch sich nicht entwickeln, sondern ist wie das Fänchen im Wind. Und ja, ich jiebe die klare und einfache Sprache und bin heilfroh, dass ich nicht Verbildet bin.

  19. Dieter Schwarz

    Ich halte es da mit Willy Wimmer (CDU): „Großbritannien hat sich gegen die EU, aber für die NATO ausgesprochen. Noch immer stehen britische Soldaten auf deutschem Boden. Dafür gibt es nach dem BREXIT keinerlei Berechtigung mehr. „Die Britischen Soldaten sollen jetzt bitte schön ihre Koffer packen. Der 23. Juni 2016 wird in die Geschichte eingehen. Der Tag, an dem die Festland-Europäer es zuließen, dass man von Außen die Lunte an Europa anlegte, nachdem man zuvor jede Menge politischen, militärischen (5.000 Tonnen Uranmunition wurden in 2016 von den USA nach Büchel und Ramstein verbracht) und sozialen Sprengstoff deponiert hatte. Wir aber hatten keine Zeit, uns für unser eigenes Überleben einzusetzen. Wir waren voll beschäftigt mit der Fußball-Europameister-schaft.“

    Und zu Herrn Wolf: …die weder mit britischen noch germanischen Insel- und Abschottungsphantasien, sondern nur noch durch globale Zusammenarbeit zu lösen sein werden…
    Da haben wir doch ein Outing: Der Herr ist Anhänger der Globallisten, derjenigen die alle Nationen (Interessensgemeinschaften Einzelner) abschaffen wollen. Er befürwortet also die neue Weltordnung, in der es keine nationalen Staaten, keine ethnischen Völkerrechte mehr geben soll. Alles soll nur noch ein Einheitsbrei von globalen Induvidualisten sein, also soll es keine Völker mehr mit ihren Eigenheiten und eigenen Regeln und eigenen Gesetzen mehr geben. Sind die Nationalstaaten erst einmal aufgelöst, haben alle Menschen des Planeten unter einer Weltregierung das gleiche juristische Recht und die gleichen Besitzansprüche auf Boden, Land, Privatbesitz und Versorgung, nämlich gar keine mehr! Sollten die Völker der Erde solche Befürworter der NWO (Zitat Herr Wolf: „das Blöde in Menschengestalt“) tatsächlich an die Macht lassen, werde ich mit den letzten indigenen Völkern unter ganzem Einsatz und Leben für ihre Rechte, Freiheiten und Eigeninteressen vor Ort bis zum Letzten kämpfen.

    Also Herr Wolf. jetzt „Butter bei die Fische“: Hat das Deutsche Volk ein Recht („Flüchtlingskrise“ + Masseneinwanderung) auf ein kulturelles und ethnisches Überleben als Volk und Nation in Deutschland? JA oder NEIN?

  20. Wolf

    @Dieter Schwarz

    … na ja, dass die letzten indigenen Völker um ihr Überleben kämpfen müssen, zeigt, ebenso wir ihr technologischer Entwicklungsstand, eigentlich recht gut, wohin Abschottung über einen längeren Zeitraum führt.

  21. DAS

    Der Brexit ist ein Signal dafür, dass der Integrationsprozess in Europa nicht richtig funktioniert. Wir Deutschen sind daran wesentlich beteiligt, indem wir den „Händlern“ zu viel Einflussmöglichkeiten einräumen – siehe Autohype, Bankenrettungen, Griechenland-Debakel usw. Die „Händler“ kümmern sich nicht um die für eine erfolgreiche Integration erforderlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Pegida, AfD und Fremdenhass illustrieren etwa die verfehlte Aufgabe.
    Europa wird sich nur dann in der Welt behaupten können wenn ihm die Integrationsprozesse gelingen. Dazu bedarf es jedoch mehr „Grips“ als die Händler sowie die von ihnen und vielen Wählern unterstützten Eliten einsetzen wollen.

  22. Holger Strotmann

    Guten Tag,

    Bei dem aufgeblähtem Finanzsektor der City of London finde ich es nicht schade, wenn die Briten demnächst nicht mehr Teil der EU sind. Sollen sie ihre unnützen Finanzdienstleistungen im Inland verkaufen.

  23. Wadimy

    Nicht nur die Tatsache, dass die Briten über die ganzen Jahre hinweg UNTER ANDEREM einen Rabatt von 66% (!) auf ihren Nettobeitrag haben, kompensiert in der Hauptsache vom deutschen Steuerzahler, lässt mir – anders als offenbar dem heutigen Autor – die Hoffnung, dass die Folgen des Brexit vor allem für die Rest-EU womöglich gar nicht so katastrophal sein könnten wie viele befürchten, als durchaus berechtigt erscheinen. Und erst recht gilt das für die möglichen Folgen des Austritts einiger Länder, die gar nicht erst in die EU hätten aufgenommen werden dürfen.

  24. Patricia Schumann

    Zitiat Willy Wimmer (ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung):

    „Der 23. Juni 2016 wird als BREXIT in die Geschichte eingehen. Der BREXIT ist weit mehr als das Ausscheiden der Briten aus der Europäischen Union. Er ist das sich Vorbereiten auf eine Zeit, die man besser in Bunkern verbringt. Wann begreift unser Land endlich, dass es zum Schlachtfeld gemacht werden soll? Der BREXIT ist der Tag, an dem die Festland-Europäer es zuließen, dass man von Außen die Lunte an Europa anlegte, nachdem man zuvor jede Menge politischen und sozialen Sprengstoff deponiert hatte. Wir aber hatten keine Zeit, uns für unser eigenes Überleben einzusetzen. Wir waren voll beschäftigt mit der Fußball-Europameisterschaft.“
    ———————–
    Unzutreffend, pessimistisch, übertrieben und überaus dramatisierend – oder?

  25. DAS

    @Patricia Schumann:
    Solche selbstzerstörerische Haltungen sind bei den Meisten anzutreffen: Geld verdienen und damit konsumieren. Die Gesellschaft geht dabei kaputt.

    Den neuen Sendebeginn um 9:04 fand ich angenehm.
    Ich befürchte allerdings, dass dahinter (auch?) die Haltung der Öffentlich-Rechtlichen steht, vor allem Unterhaltung für die Masse anzubieten – Quote zu machen. Der eigentliche Bildungsauftrag geht dabei unter. Derartig anspruchsvolle Sendungen wie FadA werden gerne früh oder spät gelegt.

  26. bemiso

    Brexit – Auflösung einer Struktur. Wie beim SR. Fragen an den Autor wird schrittweise aufgelöst:
    1. Verlegung von SR1 auf SR2
    2. Versuch, jede vierte Sendung durch eine Gesprächsrunde zu ersetzen. Dieser Versuch scheiterte am massiven Protest der Hörer.
    3. Verlegung der Sendezeit auf 9 Uhr. Um 11 mussten sich die Stammhörer den um zusammenhängende Sätze ringenden Intendanten Prof. Thomas Kleist mit der Ankündigung der Matinee anhören.
    Was kommt als nächstes – ein Attentat auf Dr. Jürgen Albers?

  27. Klausilein

    Und hier völlig fehl mam Platz aber passend zum 11.9 eine, wie ich finde
    interessante Discussionsrunde:
    youtube.com/watch?v=BeKzDdXm2sw
    Alle nachfolgenden Kriege entstanden aus dieser Fals Flag Aktion.
    Der Brexit ist jedoch schon ein Zeichen dafür, dass dieser langfristige Plan am Zerbröckeln ist. Gute Nachrichten also Aber natürlich nicht für Berufspessimisten. 🙂

  28. Wadimy

    Für unsachlich und geradezu ein Hindernis für eine sachliche Diskussion halte ich Schubladendenken- und argumentieren nach dem Muster,

    – wer die Einwanderungszahlen und den steigenden Einfluss des Islam in unseren westlichen Gesellschaften mit Sorge sehe, sei rechtsradikal;
    – wer die Politik, namentlich die Nahostpolitik, der USA der letzten drei Jahrzehnte ablehne, sei anti-amerikanisch;
    – wer (und jetzt sind wir beim Thema der heutigen Sendung) den derzeitigen Zustand der EU kritisiere, sei Anti-Europäer und nationalistisch.

    Zum letzten Punkt: Es waren und sind gerade diejenigen, die sich ein starkes und geeintes Europa sehnlichst wünschten und wünschen, welche die fatale Kombination Einheitswährung + Mitgliedschaft von Staaten völlig unterschiedlicher Wirtschaftskraft von vornherein als Hinderungsgrund von Einheit und und Stärke eingeschätzt und deshalb vor dieser Kombination gewarnt haben.

  29. Magdalena

    Der Autor sprach abwertend über Frauen.
    Das hat mir in der Sendung nicht gefallen.

    Die Undurchsichtigkeit und Uninformiertheit zum Thema Europäische Union in der Bevölkerung, und ich wage auch zu schreiben in der Politik, auch in D, wird in Sachen Brexit im „Sande verlaufen“. Es wird nicht zu Revolutionen führen.

  30. Dieter Schwarz

    @Wolf
    Letztmalig von mir zu Ihnen. Genau so habe ich Sie eingeschätzt: Menschen, die sich für ihre Kultur und ihr Volk einsetzen als dümmliche Rechte zu diffamieren, die angeblich ‚einfache Antworten‘ suchen würden und geistig zum Weiterdenken nicht in der Lage wären, wahrscheinlich auch noch beruflich und gesellschaftlich gescheitert sind und daher jedem ‚rechten‘ Rattenfänger aus Frust nachlaufen würden. So stellt sich der `Linksgrüne‘ die ‚Rechten‘ vor. Wer sich von solchen Rechthabern wie Ihnen tatsächlich auch noch über den Mund fahren lässt und sich entschuldigt, als ob es in Deutschland Fremdenfeindlichkeit gäbe – es mag genügend Menschen geben die aufrund ihrer Erfahrungen ablehnend gegen massenhafte islamistische Einwanderer sind, aber nicht allgemein gegen alle Fremden (Inder, Thailänder, Chinesen, Brasilianer, Südafrikaner usw.) – dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
    Aber wenn Leute Ihres Schlages einmal wirklich Farbe bekennen sollen, wo für sie denn die Reise in Sachen Kultur und ethnische Identität für die Völker Europas nach ihren Zielvorstellungen hingehen soll, da wird natürlich gekniffen. Da würde man sich ja verraten, was man dem Volk so zumuten möchte. Wenn Sie Mumm hätten, dann würden Sie – aus all Ihren Postings klang das vehement heraus – sich öffentlich hier zu Ihren ‚Gesinnungsgenossinnen‘ bekennen, wie zum Beispiel: Anette Kahane, die folgendes meinte: „Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind“ oder Claudia Roth, die an Demonstrationen teilnimmt, auf denen Transparente wie:“Deutschland verrecke“ oder „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ hochgehalten werden. Was diese beiden vorgenannten Damen so vorbringen finde ich zwar schlimm, aber sie stehen wenigstens zu dem dem, was sie mit diesem Land anstellen wollen. Sie selbst laufen aber nur wie ein Besessener mit Rechtsetiketten herum, die sie massenhaft Anderen anheften wollen, aber konkret ihre gesellschaftspolitische Vision auf den Tisch legen und aus dem Unverbindlichen (globale Zusammenarbeit) heraustreten, dafür haben Sie den Schneid nicht. Sollte ich mich ausnahmsweise mal in meiner Menschenkenntnis geirrt haben, dann noch mal als Letztes von mir zu Ihnen: Hat das Deutsche Volk nach Ihrer Ansicht ein Recht („Flüchtlingskrise“ + kulturfremde Masseneinwanderung) auf ein kulturelles und ethnisches Überleben als Volk und Nation in Deutschland? JA oder NEIN?
    Was jetzt? Wieder kneifen oder Stellung beziehen?

  31. Wadimy

    @ bemiso
    Das Attentat ist gar nicht notwendig. Herr Albers wird nächstes Jahr in Ruhestand gehen.
    Aber im Ernst: Auch sehe die Zukunft von „Frage an den Autor“ eher besorgt als entspannt. Das betrifft sogar weniger die Sendereihe selbst (obwohl ich mir auch in Bezug auf deren Zukunft aufgrund der von Ihnen erwähnten Ereignisse nicht völlig sicher bin) als vielmehr den zusätzlichen, den Hörern angebotenen „Service“, der doch über all die Jahre stark von Herrn Albers und dessen Herzblut für die Sendung abhing. Diese meine Befürchtungen beruhen auf kleinen Begebenheiten etwa derart, dass zu Zeiten, wo Herr Albers nicht anwesend war, dieses Diskussionsforum durchaus schon einmal „ins Wasser fallen“ konnte, wie etwa zuletzt beim Thema „Bienen“ geschehen.

  32. Wolf

    Ach Herr Schwarz, was soll ich da großartig auf Ihre Phantasiegebilde antworten. Kein normaler Mensch will gezielt irgendein ‚Volk‘ vernichten und kein normaler Mensch will es zwanghaft erhalten. Das Leben ist ein Prozess, (von lat. procedere = vorwärts gehen) – die Veränderung kann man künstlich vielleicht mal für ein paar Jahrzehnte aufhalten, dann kommt sie danach umso heftiger. Die DDR hat’s ja versucht. ‚Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.‘ Dumm, dass mit Ochs und Esel im Kapitalismus schon lange niemand mehr gearbeitet hat.

    Vor 2000 Jahren gab’s keine ‚Deutschen‘ und keine Christen und keine Muslime und in 2000 Jahren wird es diese Vorstellungen alle auch nicht mehr geben. Wir sollten uns besser darum kümmern, dass es dann überhaupt noch Menschen gibt.

    Über die Abruptheit der Veränderung kann man natürlich diskutieren und man kann sie in einem gewissen Rahmen sicher auch gestalten. Genau darum bemühen sich die halbwegs vernunftgesteuerten Parteien ohne in rassistische Parolen zu verfallen und dadurch alles nur schlimmer zu machen.

    Außerdem scheint mir gerade die Veränderung, die Entregionalisierung durch die EU und die Zuwanderung von Menschen aus anderen Kulturen dazu zu führen, dass die Menschen wieder Interesse für die eigene Region, Kultur und Geschichte bekommen, ohne es nötig zu haben, Menschen anderer Regionen oder Kulturen auszugrenzen. Ich habe zumindest das Gefühl, dass das Interesse an der Region und an regionalen Traditionen seit der ersten größeren Migrationswelle in den 90gern stark zugenommen hat.

    @Wadimy
    Ich sehe keinen „steigenden Einfluss des Islam in unseren westlichen Gesellschaften“. Die Medien richten nur aus gegebenem Anlass sehr viel stärker den Blick auf diese Religion und die Regionen, in denen die Menschen leben, die ihr anhängen. Ich denke, die intensive Beschäftigung mit dieser Religion ist bei 1.6 Mrd Muslimen auf der Welt, die zum großen Teil in unserer unmittelbaren Nachbarschaft leben, längst überfällig.
    Mir scheint im Gegenteil der Einfluss des Westens – politisch, wirtschaftlich, militärisch, sozial – in den muslimischen Ländern, aktuell und über die letzten Jahrhunderte, sehr sehr viel größer. Da gibt es kein muslimisch geprägtes Land, in dem nicht irgendeine westliche Macht ihr Unwesen trieb.

  33. Wadimy

    @ Wolf
    „Mir scheint im Gegenteil der Einfluss des Westens – politisch, wirtschaftlich, militärisch, sozial – in den muslimischen Ländern, aktuell und über die letzten Jahrhunderte, sehr sehr viel größer. Da gibt es kein muslimisch geprägtes Land, in dem nicht irgendeine westliche Macht ihr Unwesen trieb.“

    Das stimmt allerdings, weiß Gott.

  34. Carinha

    Der Zinsentscheid der BoE (Bank of England) brachte am Donnerstag keine Bewegung in den Handel, da der Marktkonsens getroffen wurde. Der Leitzins blieb unverändert bei historisch niedrigen 0,25%, und das Kaufprogramm ließ man unverändert bei 435 Mrd. Pfund für Staatsanleihen und 10 Mrd. für Unternehmensanleihen. Der Offenmarktausschuss konstatierte jedoch, dass die neuen Daten der kurzfristigen Wirtschaftsindikatoren viel stärker ausgefallen waren, als man es als Folge des BREXITs erwartet hatte; denn man rechnete eigentlich mit einer deutlichen Eintrübung der Wirtschaftsentwicklung, was sich aber als völlig falsch herausstellte, da bis dato fast das Gegenteil davon eintrat.

  35. Wadimy

    @ Carinha
    Alle wirtschaftliche Daten, nicht zuletzt eine mittlerweile geradezu katastrophale Arbeits- v.a. Jugendarbeitslosigkeit in einigen südeuropäischen Ländern, sind ein überwältigendes Indiz dafür, dass ein zumindest vorübergehender Austritt aus der EU und eine Rückkehr zu eigenen, wechselkursfähigen Währungen für einige EU-Mitgliedsstaaten auf längere Sicht einem weiteren Verbleib in der Währungsgemeinschaft BEI WEITEM vorzuziehen wäre.

  36. Carinha

    @Wadimy
    Genau auch meine Meinung, aber die Wenigsten verstehen das, weil sie immer noch meinen, die EU wäre ein Friedensobjekt und würde für wirtschaftliche Stärke Europas stehen. Das Gegenteil ist der Fall. Sind erst einmal alle Nationalstaaten von der EU einkassiert, dann unterwift sich die EU der NAFTA. Was dann passiert – siehe Mexiko.

  37. Wadimy

    @ Carinha
    Die EU ist derzeit (und ein Ende dieses Zustandes ist nicht abzusehen) derart mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, dass es dafür, wofür diese Gemeinschaft ursprünglich ganz wesentlich gedacht war, erst gar nicht reicht, eine starke, an einem Strang ziehende Außenpolitik nämlich. Das wird zurzeit besonders deutlich bei den Friedensgesprächen zu Syrien, wo die Hauptakteure die USA und Russland sind, die EU jedoch, die – nota bene – im Zweifel die meisten Flüchtlinge wird aufnehmen müssen, praktisch überhaupt keine Rolle spielt.

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