Was verbirgt sich hinter „Demenz“?

eptember100~_v-sr__169__900Nicht nur Ältere haben Angst, dass das Gedächtnis nachlässt oder das Gehirn versagt. Auch Jüngere fürchten, dass so etwas ein erstes Anzeichen von Alzheimer sein könnte. Doch oft stecken dahinter Ursachen, die sich – wenn sie rechtzeitig erkannt werden – gut beheben lassen.

Wie können andere Erkrankungen, Medikamente oder Operationen geistige Störungen hervorrufen und so eine Demenz vortäuschen? Warum tun Patienten und ihre Angehörigen gut daran, ihre Ärzte aktiv bei der Suche nach den wahren Gründen zu unterstützen?

Cornelia Stolze zu ihrem Buch „Verdacht Demenz. Fehldiagnosen verhindern, Ursachen klären – und wieder gesund werden“

Schreiben Sie Ihren Beitrag, Ihren Kommentar zur Sendung am Sonntag, 4. September, (letztmals!) um 11.04 Uhr!

11 Kommentare zu “Was verbirgt sich hinter „Demenz“?”

  1. DAS

    Ist Demenz eine normale Alterserscheinung oder tritt sie immer häufiger auf weil die Menschen immer älter werden? Warum gibt es dann aber Menschen, die davon nicht betroffen sind? Oder ist sie eine Folge der gestiegenen Umweltbelastungen? Ich vermute, dass Demenz häufig eine Reaktion der Psyche ist: „Das will ich mir einfach nicht mehr anschauen“.

  2. Magdalena

    Cornelia Stolze zeigt in ihrem Buch einige Dinge auf, die dazu führen können, dass Menschen ihr Gedächtnis und andere Funktionen in ihrem Gehirn als krank bemerken. Dabei handelt es sich nicht um eine Demenz.

    Allein diese umfangreiche Zusammenstellung hat mich sehr beeindruckt.
    So bin ich gespannt, was gefragt und geantwortet wird in der morgigen Sendung. Ich bin jedenfalls dabei!

  3. Wadimy

    @ DAS
    „Ist Demenz eine normale Alterserscheinung oder tritt sie immer häufiger auf weil die Menschen immer älter werden?“
    Nun, da unbestreitbarerweise die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Demenz statistisch mit dem Alter zunimmt, ist es ja wohl unausweichlich, dass es in einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden, Demenz auch tatsächlich häufiger gibt als noch meinetwegen vor 50 Jahren. Wobei, das muss hinzugefügt werden, beileibe nicht alles, was vom medizinischen Laien für Demenz gehalten wird, tatsächliche eine ist.

  4. Diogenes 2

    „Demenz“ heißt ja (von der wörtl. Bedeutung): „Der Geist schwindet“.
    Der Geist (was immer d.h.) kommt ja meist aus unserm Gehirn. Aus der Schaltzentrale -die alles oder vieles wichtige steuern soll.
    Nun kommt es halt oft zu Störungen in der Zentrale, die ja vielfältige Ursachen haben können.
    Je älter eine Zentrale wird, um so öfter werden wohl auch Störungen.
    Nun hat der Mensch als Nr. 1 der Schöpfung ? eine wunderbare „Selbstheilungsfähigkeit“. Diese wird aber oft gestört.
    Sehe ich dies halbwegs richtig ?
    Hat Alzheimer (die häufigste Demenz Erkrankung des Menschen) irgend etwas mit Ernährung zu tun ? Wenn ja, bitte erläutern.
    Danke

  5. Wadimy

    Höchst informative Sendung, nicht zuletzt auch im Hinblick darauf, was hier von einer erfreulich kompetenten Cornelia Stolze zum Zusammenhang zwischen Medikamenteneinnahme bzw. einer schlampigen Verschreibungspraxis und dem Auftreten von Demenz-Symptomen zu erfahren war.

  6. Elke Schumacher

    Sehr informative Sendung, danke!
    Aber Schreckmoment zum Schluss: Fragen an den Autor ab nächstem Sonntag bereits um 9.04, damit Herr Dr. Albers mal wieder eine Matinee besuchen kann… Es gibt ja auch so viele Matinee-Veranstaltungen im Saarland, besonders im Hochwaldraum. Spaß beiseite: Welche Gründe sind wirklich ursächlich für diese Entscheidung des Senders? Es wäre ja nicht der erste Versuch, die Sendung auslaufen zu lassen. Es überrascht total, nach ein paar Jahrzehnten einen bewährten Sendeplatz aufzugeben. Langschläfer, Kirchgänger und andere, die um 9 anderes vorhaben, werden auf den Podcast verwiesen. Riskant. Mir gefällt es nicht!

  7. Magdalena

    Der Bogen wurde weit gespannt in dieser Sendung.

    Das Umstruckturieren der Gesellschaft, damit die alten Menschen nicht in „Einzelhaft“ leben müssen, also isoliert von anderen Menschen, wird wohl kaum stattfinden, seitdenn der Mensch selbst strebt eine Gemeinsamkeit im Zusammenleben an.

    Die Menschen im Alter sind ein enormes finanzielles Potenzial. Die Ethik kann sich da wohl kaum durchsetzen, oder mal eine Frage stellen, zum Zusammenleben nach der „Arbeitsphase“.

    Das Buch ist ein Nachschlagewerk, das bereits jüngere Menschen zur Hand haben sollten, damit sie den Eltern oder den Großeltern helfen könnten, wenn es Fragen zur Medikamenteneinnahme und vor allem um die tatsächliche Diagnostik geht.

    Danke Herr Albers, dass Sie versuchen den Potcast ab nächsten Sonntag bereits am gleichen Tag gegen Mittag einzustellen! Nicht jeder ist um 9 Uhr schon so fit, anspruchsvollen Erkläuterungen zu folgen.

  8. Wadimy

    Darauf, inwieweit die in der heutigen Sendung angekündigte künftige 9.04-Uhr-Sendezeit bei den Hörern akzeptiert werden wird, darf man gespannt sein.

    Eine der positiven Folgen – und, wenn ich es recht interpretiere, Hauptgrund – der Vorverlegung um ganze zwei Stunden – dürfte die dadurch mögliche Live-Übertragung der Matinee-Konzerte sein, die lange Zeit um eine Stunde zeitversetzt gesendet werden mussten.
    Einen gewissen Vorteil bietet diese Vorverlegung zumindest für manche F.a.d.A.-Hörer (allerdings nicht die Langschläfer unter ihnen!) dadurch, dass sich ab jetzt F.a.d.A. zeitlich weniger mit häuslichen (Arbeit in der Küche) oder auch, v.a. im Sommer, nicht häuslichen Aktivitäten überschneiden dürfte.

  9. jalbers

    Zur neuen Sendezeit von „Fragen an den Autor“ (sonntags, 9.04 Uhr)

    Ich hoffe, dass Sie mich als jemand kennen, der ohne Taktieren sagt, was er denkt. Deshalb hier meine Meinung zur Verlegung:

    Der Impuls kam nicht von meiner Redaktion, sondern vom Orchester, das Konzerte auch live übertragen möchte. Eine solche Änderung jahrzehntelanger Gewohnheiten ist immer problematisch, aber ich habe mich nicht dagegen gewehrt – aus drei Gründen:

    1. hat sich der Sonntagmorgen in den letzten Jahrzehnten geändert. Anfangs hatten wir um 11.00 Uhr als einzige „Konkurrenz“ den Gottesdienst. Inzwischen werden immer mehr Matineen angeboten, ob am Saarbrücker Schloss, in der Universität oder bei Stiftungen etc. Das hat unsere Hörer(innen) mindestens in einen Zwiespalt gebracht.

    2. gehören unsere Stamm-Hörer(innen) nicht zu den Disco-Besuchern, die am Sonntagmorgen erst um 5. Uhr nach Hause kommen. Die meisten sind um 9.00 Uhr wach und möchten gegen 10.00 Uhr aufbrechen – zu einem Ausflug oder einem „Brunch“ mit Freunden.

    Es besteht daher immerhin die Chance, dass wir sogar mehr Hörer finden als um 11.00 Uhr.

    3. kann ich bei einem früheren Sendetermin den Podcast (meistens) gleich nach der Sendung bereitstellen. Um Ihnen eine optimale Sendung anbieten zu können, brauche ich ca. 90 Minuten (für das „Putzen“ – nur von „Ääs“ und Versprechern, nicht von Inhalten…). In der Regel können Sie die Sendung also um 11.30 Uhr im Internet abrufen.

    Alles in allem muss die Verlegung keine Verschlechterung sein, sie bietet sogar Chancen.

  10. Wadimy

    „Alles in allem muss die Verlegung keine Verschlechterung sein, sie bietet sogar Chancen.“

    Zumindest gibt es begründete Hoffnung, dass – anders als nach der vor etlichen Jahren von den Programmverantwortlichen des SR beschlossenen, eine drastische Reduzierung der Zuhörerzahlen geradezu vorprogrammierenden Verlegung der Sendereihe von SR1 auf SR2 Kulturradio – sich mögliche negative Folgen der jüngsten Programmänderung im Rahmen halten dürften.

  11. Magdalena

    Eine gedankliche Flexibilität sollte rechtzeitig geweckt werden, damit die „Schaltzentrale“ Gehirn nicht immer die gleichen Schaltungen vornehmen muss, die natürlich irgendwann ausgeleiert sind.

    Sollten unsere Gehirne als fantastische Biocomputer, bzw biologische Quantencomputer betrachten werden, dann kann gefragt werden: „Wer nutzt den PC? Wer spielt gleichzeitig in den Programmen?

    Dass der Körper ohne funktionierendes Gehirn „leben“ kann ist bekannt und anerkannt. Warum sollte dann eine Diagnostik immer noch – fast – unmöglich sein, wenn nach Demenz im weitesten Sinne gesucht wird?
    Eine anerkannte Alzheimer-Erkrankung ist ein schwerwiegendes Krankheitsbild und unbedingt von einer Verwirrtheit zu trennen. Denn die Angehörigen dieser betroffenen Patienten sind ungeheuerlich gefordert in ihrer Zuwendung zum geliebten Mitmenschen!

    Diesen Punkt klar zu beschreiben, war mir wichtig! Die Autorin hilft die enormen Ängste in der Bevölkerung zu vermindern, da neue Anstöße zur eigenen Fraglichkeit vielseitig Erwähnung finden! Und ein Stigma vielleicht verringert wird.

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