Olympische Spiele: Politik und Kommerz?

08_14_fada_Zeyringer100~_v-sr__169__900Die Neuauflage der Olympischen Spiele Ende des 19. Jahrhunderts begann mit Sackhüpfen, Kanonenschießen und Seilklettern. Anfangs ging es auch um Musik und Dichtung, daraus wurde das größte kommerzielle Sportereignis aller Zeiten.

Herrschen heute Politik, Nationalstaaten und Konzerne? Geht es noch um Sport, um Dabeisein? Kann die Fixierung auf Höchstleistungen noch ein Vorbild sein? Ist Sport nun doch Mord?

Helfen die Spiele den Gastgebern? Der Bevölkerung?

Klaus Zeyringer: „Olympische Spiele. Eine Kulturgeschichte“

 

11 Kommentare zu “Olympische Spiele: Politik und Kommerz?”

  1. J. Albers

    Diskussionsforum zur Sendung.
    Was Dolores Schmitt anspricht, beobachte auch ich mit Sorge. Dieser Blog ist als Diskussionsforum zur Sendung gedacht. Hier darf jede(r) auch scharfe Kritik an Sendungen und Autoren üben, die Thesen der Sendungen sollen weiter diskutiert werden.
    Leider nehmen Beiträge und Links Überhand, bei denen ich keinen Bezug zur Sendung sehen kann. Haben die Schreiber die Sendung überhaupt gehört?
    Ich befürchte, wenn wir das Forum nicht entwerten wollen, müssen wir in Zukunft solche Beiträge als Spam behandeln und löschen.
    Ich betone: Eine inhaltliche Zensur auch der schärfsten Beiträge zur Sendung ist nicht geplant.
    Wer nicht an der Sendereihe interessiert ist, sollte sich aber ein anderes Forum suchen.

  2. Wadimy

    @ J. Albers
    „Haben die Schreiber die Sendung überhaupt gehört?“

    Nun, der Blog, aus dem Sie ja sogar ab und zu Vorab-Beiträge in die Sendung einbringen, sieht ja nicht nur vor, sich zur Sendung konkret und somit nachträglich, sondern auch zum Thema der betr. Sendung durchaus auch schon vor der Sendung zu äußern. Mit anderen Worten: Es ist, um hier einen Beitrag einzustellen, keineswegs zwingend notwendig, vorher die Sendung gehört zu haben.

    Dass es dabei in letzter Zeit den einen oder anderen Diskutanten gibt, der gebetsmühlenartig – nicht nur zum Ärger, sondern ganz sicher auch zum Amusement des einen oder anderen Lesers – seine meist religiösen Überzeugungen zum Besten gibt, sehe ich eher gelassen, kann aber verstehen, wenn Sie das als Verantwortlicher auch für diesen Blog weniger locker sehen.

  3. Stefan Siffrin

    @Dr. Albers, Dolore Schmitt:

    ich stimme Ihnen da voll zu. „…zurück zu den Sachen selbst“ sagt Husserl. Und beim Deutschaufsatz schrieb unser Lehrer „Thema verfehlt“ darunter. Ich vermisse eigentlich Beiträge, die sich konkret auf die Sendung (Autor, Thema) beziehen. Sehr lange Beiträge, die irgendwoher herauskopiert scheinen, lese ich erst gar nicht mehr durch. Ich erinnere mich, dass es in einem Forum eine völlig unnötige Diskussion zu Reisepässen gab, die überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hatte. Vielleicht können sich die Blogteilnehmer dahingehend nochmal rückbesinnen…

  4. DAS

    Auch ich bin derselben Meinung wie Dr. Albers. Die ausufernden Diskussionen vor allem um nicht zum Thema gehörenden Dinge erschweren das Verfolgen und entwerten damit den Blog. Besser sich kurz fassen und an den Themen bleiben.

  5. DAS

    Sport gegen Geld bedeutet eine Entwertung des Sportes. Er sollte eigentlich den Ausübenden Gesundheit und seelische Weiterentwicklung bringen und keine Zerstörung ihrer Gesundheit etwa durch Doping; Dieses wird dann zu einer Schädigung auch der Gesellscahft.
    Vor allem wenn der Sport besonders durch den Einfluss der Medien zum Kommerz wird klinke ich mich aus. Ich verfolge keine entsprechenden Sendungen. Dies gilt auch für die Olympischen Spiele, die vor allem der Macht der Funktionäre und der Nützlinge dienen. Dass das „Volk“ „Brot und Spiele haben“ will ist bedauerlicherweise leider auch der Fall.

  6. Kay

    @alle
    @Zeyringer/Dr. Albers:
    Die Olympischen Spiele sind nicht so sauber wie er uns weisgemacht wird … wen soll das eigentlich überraschen? Die Selbstdarstellungsplattform par ecelance bringt auch einiges zu Tage was ansonsten sich nicht so in der Öffentlichkeit abspielt (zb. Rassismus, Mililtarismus, Verschwendung, soziale Spaltung etc.) … Was wir sehen ist das der Mensch noch einige schrullerein kennzeichnet…

  7. Kay

    …Oh.. bei der Aufzählung habe ich „Schummeln“ nicht genannt …

  8. Wadimy

    @ Stefan Siffrin und @ DAS
    Genau genommen haben Sie natürlich völlig Recht.

    Ich selbst hielt gelegentliches Abschweifen vom Themenkern dann, wenn doch noch zumindest eine gewisse Verbindung zum Thema bestand, für legitim (und fand oft gerade dann die Diskussion besonders spannend), kann aber durchaus nachvollziehen, dass dann, wenn sich vom Grundthema abschweifenden Beiträge häufen, die Lektüre für viele letztlich eine Zumutung wird.
    Dass die in letzter Zeit gehäuft eingestellten stark esoterisch gefärbten Beiträge, die in der Tat selbst im Entferntesten nichts mit irgendeinem aktuellen Thema zu tun haben oder hatten, für viele Leser ein Ärgernis sind, kann ich nachvollziehen (mir geht es da ein wenig anders, ich überspringe solche Beiträge ganz einfach).

    Wie auch immer: Zumindest ich werde versuchen, meine eventuellen Blog-Beiträge künftig streng auf das Kernthema und darauf, was in der Sendung gesagt wurde, auszurichten.
    (Dann sitze ich wohl ein wenig seltener am Computer – und das wird v.a. meine Lebensgefährtin sicherlich freuen.)

  9. Wolf

    Na, das war doch eine interessante Sendung mit vielen kleinen netten Anekdoten.

    Bei einer Freigabe des Dopings würden letztlich wohl übelste SF-Dystopien a la Rollerball und The Hunger Games wahr werden. Wenn nur noch diejenigen gewinnen, die bereit sind, für den Erfolg ihre Gesundheit und ihr Leben zu riskieren, ist es auch kein großer Schritt mehr, diesen Thrill gleich in die Wettkämpfe selbst einzubauen und beim Bogenschießen dann z.B. statt auf Zielscheiben direkt aufeinander schießen zu lassen.

    *

    Die Idee der permanenten Ausrichtung der Spiele an einem Ort (in Athen) ist im Live-Zeitalter wohl kaum umsetzbar. ‚Dabei sein ist alles‘ gilt bei Olympia ja längst nicht mehr nur für die Athleten sondern insbesondere für die Zuschauer: ‚Live dabei sein ist alles.‘. Die amerikanischen Fernsehnetzwerke wären wohl sicher nicht sehr erfreut, wenn sie den Zuschauern kaum noch olympische Live-Erlebnisse in der Hauptsendezeit verkaufen könnten.

    Obwohl: vielleicht kann Katar da helfen. Mit ein paar Hundert Milliarden könnte man gigantische klimatisierte Sporthallen in die Wüste stellen, in denen dann zeitzonenvariable olympische Spiele abgehalten werden könnten. Kommerziell hauptsächlich für Amerikaner interessante Wettbewerbe könnten dann in der tiefen Nacht stattfinden, so dass sie in die Hauptsendezeit in den USA passen; Wettbewerbe, in denen sich eher Ostasiaten ihre Medaillen abholen, würden dann Vormittags und Mittags stattfinden.

    Damit die Hallen auch gut ausgenutzt werden, könnte man dann zusätzlich olympische Frühlings- und Herbstspiele ausrichten (Wozu haben wir denn 4 Jahreszeiten? Das passt doch auch prima zu den 4 Jahren, die eine Olympiade dauert). Dann könnte man auch die Anzahl der Sportarten weiter erhöhen und Kegeln und Hundedressur könnten endlich olympisch werden.

    OK, bei der Bergrunterfahrabteilung der Winderspiele wird’s in Wüstenhallen schwierig, aber auch bei den Winterspielen ginge das meiste in Hallen.
    Eine Skisprungschanze könnte man da sicher auch unterbringen – dann würde auch der Wind nicht dauernd nerven und das Ski-Springen ginge schön planmäßig in einer Stunde über die Bühne und würde nicht das gesamte Abendprogramm der ö-r. Sender durcheinanderbringen.

  10. Diogenes 2

    Diogenes 1 würde sich im Grabe umdrehen. Wenn er heute Olympia sehen und erleben würde.
    Die Römer (viele deren) währen wohl begeistert.
    -Gib dem Volk Brot & Spiele- Gilt auch heute noch.

  11. Wadimy

    @ DAS
    Wenn Herr Albers nicht da ist, funktioniert das Diskussionsforum hier – nicht zum ersten Mal übrigens – nicht so wie sonst. Kleiner Vorgeschmack auf die Zeit nach seiner Pensionierung?

    Nun, dann an dieser Stelle kurz etwas zur Sendung von heute:
    Was hier an Informationen über unsere Honigbienen lebendig und verständlich vermittelt wurde, war nicht nur faszinierend, sondern zum Teil geradezu sensationell und übertraf das, was ich von meinem damaligen Biologieunterricht her wusste, um Längen.

    Schön, dass mit der immer wieder zu lesenden und fälschlicherweise Einstein zugewiesenen Aussage aufgeräumt wurde, im Falle des Verschwindens der Bienen hätte der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. SO dramatisch ist das offenbar nicht.

    Ob allerdings die Frage einer Hörerin (ich glaube sie zu kennen) nach dem Einfluss von Elektrosmog namentlich auf Honigbienen von den beiden Autoren, die das Ganze eher marginalisierten, somit zutreffend beantwortet wurde, sei dahingestellt. Unter anderem Dr. Ulrich Warnke, der sich mit dem Phänomen Elektrosmog und seiner Auswirkung nicht zuletzt auch auf derart sensible Lebewesen wie die Bienen (der Ausdruck „Elektrosmog“ stammt meines Wissen sogar von ihm) sehr ausgiebig beschäftigt hat, kommt hier jedenfalls zu völlig anderen Resultaten.

    M.E. erneut ein kompetenter, souverän und angenehm moderierender Kai Schmieding.

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